Sperrende Sperre

20 06 2009

Selten war eine Bundestagswahl so ereignisreich wie diese 09′er Wahl.

Während die hängewangige Bundeskanzlerin sich zum bevorstehenden Grundgesetzartikelbruch selten bis nie äussert (wen wunderts, sagte sie ja bisher zu wirklich wichtigen Themen auch nur Schwammiges und Unverständliches) fährt der hochtoupierte schnelle Brüter der Nation auf Volllast den Meinungsfreiheitswagen D gegen die Wand und springt vorher irre lachend aus der Karre. Immer begleitet von dem Roller-Big Brother- Schäuble, der eine Party nach der anderen feiert, weil ihm die Familienministerin die Arbeit abnimmt.

Doch seltsam.

Das betroffene Volk an sich wehrt sich. Erst eine Petition gegen die Internetsperren. Unverstänndnis macht sich in der Politikführung breit. Wie…die Schafe können lesen-denken-verstehen? Dabei hat man die Bildung doch schon auf ein Mindestmaß zurückgefahren und selbst die UniversitätenEU-gerecht zu Koranschulen degradiert, in denen das Auswendiglernen sehr gross und eigenständiges Denken sehr klein geschrieben wird. Nun mucken die Grasfresser knapp über der politsch wahrgenommenen Erdkrume doch auf.

Seltsame Tage in der Republik.

Wieso ziehen die Argumente “Rente sicher und nicht abhängig vom Lohnniveau” nur noch bedingt. Die ganzen Pädohil-Symphatisanten (Originalton des von und weg Guttenberg) ,die diese Petition unterzeichnet haben sind doch eigentlich die, von denen wir Politiker imemr dachten, dass sie sämtliche populistische Nahrungsergänzungsmittel schlucken -ohne mucken- würden

Aber auf einmal Widerstand. Es ist die zukünftige Generation, diro Herrschaften in grauen Haaren und mit viel zu hohem Salär. Bei unserer Zensursula zeigt sich deutlich, dass Dame von Dämlichkeit stammt. Halb Deutschland lacht mittlerweile über sie. Falsch, nicht halb Deutschland. Sondern die Deutschen, die weit ab von Bild und RTL ihr geistiges Dasein fristen.

Denen Fernsehen mittlerweile am Arsch und die Springermedienauswürfe noch weiter vorbei gehen. Weil Internet schneller, besser, informativer ist.

Die Generation online.

Findet sich nicht ein findiger Hacker, der mal eben diesen Link zum Bundestag der CDU auf die Hauptseite der etablierten Parteien verpacken kann?

Und gleich dieses Video dazu

..

Gemaux findet, dass das ein grosser Streich von Frau von der Laienhaftigkeit war. Löschen statt Sperren, wär die Lösung. Dumm nur, dass in ihrer direkten Verwandtschaft ein Mitglied mit Onlineglücksspiel Geld macht. Eine Löschung würde für innerfamiliären Unmut sorgen also lieber eine hanebüchene Sperre die von jedem halbwegs begabten dressiertem Affen umgangen werden kann. (Anleitungen verlinkt google gerne)

Auch, dass sie bei der betreffenden Sitzung zu ihrem Gesetz nicht anwesend war- findet der Gemaux- zeigt deutlich, was sie und die anderen Politiker der etablierten Parteien sämtlicher Färbung von der Meinung ihrer Wähler halten. Nichts bis noch weniger.

Herausragend machte sich auf der Sitzung der Herr Tauss, ehemals SPD, nun fraktionsloses MdB. Nachdem der Versuch, ihm aus seiner Tätigkeit einen Strick zu drehen,  scheiterte wirft er die Brocken bei den roten Socken hin und bietet sich den Piraten an.

Die sind, wie Gemaux schon bei der Europawahl fand, eine gelungene Alternative zu dem ganzen anderen Müll der sich entweder nationalistisch, marxistisch, oder ökologisch, oder liberal gibt. Eine Unterschied zwischen CDU/CSU und SPD kann man eh nicht mehr bemerken. Jedenfalls keinen grundlegenden.

Deswegen sagt Gemaux ab jetzt ideologisch good-bye Grüne/SPD und hello zu den Piraten.

Das WallStreetJournal nannte Deutschland nun schon in einer Linie mit China, Iran in sachen Internetüberwachung. Gratulation dazu. Demnächst also alle wieder uniformiert und Liedchen trällernd mit Stiefel durch die Straßen marschieren.

Hier die wichtigen Links

Tauss

Piratenpartei

WallStreetJournal

Schönes Wochende und gewöhnen Sie sich doch schon mal daran, demnächst Besuch vom BKA zu bekommen, wenn Sie durch Zufall auf einen gesperrten Link gelangen, obwohl Sie nur ein Rezept für schnöden Pfannkuchen suchten. Die Herren trinken gerne Kaffee und freuen sich jetzt schon diebisch (kleiner Wortflachwitz) über die Mehrarbeit bei gleichem Lohn.

Gemaux





Ein ganz normaler Tag im Leben des Gemaux..

15 06 2009

Freitag war frei.

Ein Brückentag wie ihn hunderttausende Deutsche begehen, weil Happy Kadaver-Day (denglisch für Fronleichnam) immer auf einen Donnerstag fällt. Also nahm Gemauxens Weib sich auch frei um in den Genuss von vollen 4 Tagen Familie zu gelangen. Solche Tage muss man verplanen. Gerade mit einem fast 3jährigen Kind. Donnerstag nachmittag erstmal ins Sea-Life nach Oberhausen. Wer schon mal da war, weiss, dass man IMMER warten muss. 15 gehn raus, 15 gehn rein. Der Rest darf draussen warten. “Ab hier noch 90 Minuten Wartezeit”-Schilder steigern die Geduld des Gemaux nicht gerade. Auch der Würstchenstand, der just beim Aufschlagen der Gemauxschen Bagage in Luft auflöste sorgte nicht für Stimmungserheiterung. Ist ihnen auch schon aufgefallen, dass viele überhaupt keine Rücksicht mehr auf “persönlicher Bereich” etc. nehmen? Wenn ich irgendwo anstehe, will Gemaux seine Unterarmlänge Freiraum haben. Gemaux will nicht kuscheln. Schon garnicht mit wildfremden Patchworkpäarchen aus Köln, die mit 4 Kindern anrollen.

Endlich angekommen, offenbarte sich dem Gemaux der absolut  wichtigste Aspekt der georderten RuhrTop-Card. Wenn Gemaux für den Besuch dieser Fischfabrik auch noch den veranschlagten Erw.-Preis von 15,50 Ocken hätte zahlen müssen, um in dem Gewölbe dann wie Klistierflüssigkeit zum Ausgang gepresst zu werden, hätte der GEmaux entweder eine improvisierte Angel ausgeworfen oder mit ausgefahrenen Ellbogen die Regale im anschliessenden Souvenirshop-Irrgarten (man MUSS an jedem Regal vorbei, will man nach draussen) abgeräumt.

Der anschliessende Freitag begann moderat. Morgens noch einkaufen. Nachmittags nach Münster zum Päarchenabend. Münsteraner an sich und dieser im Speziellen sind knöchern. Um es diplomatisch auszudrücken. Ab 3 Bierchen taut unser Gemauxbekannter dann aber auf und lässt auch das imaginäre Hosenträgerschnacken. Die beiden haben sich ein schönes Häuschen für 350 Mille gegönnt mit stylischer Fensterfront (mittlerweile verjalousiert- der Aquariumfaktor wurde zu gross).

Sobald der Gemaux ihm jedesmal mitteilt wie toll sein Haus ist, darf der Gemaux auch mal Aufmerksamkeit ernten und wird voll akzeptiert. Trotz der Tatsache, dass Gemaux die Kindererziehung übernommen hat und irgendwie nicht in Vergleichsrechnungen mit einbezogen werden kann (Mein Haus-30Jahre Finanzierung-mein Auto-Opelfirmenwagen, Stressjob,etc….was hat er…Haus-frisch restauriert, Auto-Neuwagen bar bezahlt, Hausmann…).

So herrscht die klassische Rollenverteilung, wenn sich Päarchen im Sommer mit Kindern treffen. Die Männer gehen flink nach dem Kaffee zum Bier über, werfen den Grill an und passen auf den Nachwuchs auf, der das frisch installierte Klettergerüst auf Herz und Nieren testet. Aus den Augenwinkeln nimmt der Gemaux noch den Freiflug seiner Tochter war, bevor sie auf dem Rasen aufschlägt. Sie hält sich den Arm. Ein Stossgebet zum Himmel, dass es bitte nur eine Prellung sein soll. Leider bestätigt sich Gemauxs Vermutung, dass er im ersten Leben eine führende Rolle zu einer Zeit hatte die mit erhobenen rechten Armen und vielen anderen Schrecklichkeiten zu tun gehabt haben musste. Mieses Karma. Die Frauen karren das Töchterchen ins Münsteraner Krankenhaus und die Männer stehn ziemlich ratlos am erkaltenden Grill und mümmeln Bulgursalat.

NAch zwei Stunden eine SMS….Glück gehabt, der Bruch muss nicht operiert werden. Als die Weiblichkeiten wieder eintreffen wird Speedgrillen veranstaltet und dann ab nah Hause. Das frisch installierte Navi wählt als schnellste Route ausgerechent den Weg quer durch Münster. Kurz nach hinten auf die jängelnde Tochter geschaut udn dabei nicht nicht die rot werdende Ampel bemerkt und schon gabs auch noch ein hübsches Abschiedsfoto der Stadt Münster.

Tolles Wochenende, da wünscht man sich den Montag herbei.

Schöneren Wochenanfang wünscht

Gemaux





Requiem auf Rote Bullen

25 05 2009

Red Bull Cola ist verboten worden.

Diese Neuigkeit traf den Gemaux ins Mark. Nun werden Sie sicher fragen…na und? War doch nur ne Cola. Die Gummibärchenplörre gibt es doch noch. Oder sie fragen.. Red Bull Cola? WTF? was ist das?

Um mit irgendetwas zu beginnen, nimmt der Gemaux mal die letzte Frage auf. Red Bull Cola ist klasse. Weil Red Bull Cola den Gemaux an die alte Club Cola erinnerte. Also geschmacklich. Und da Schmecken einer der Sinne ist, die Verbindung zu Erinnerungen schafft (so wie Omas muffiger Lavendelduft an den Klamotten) bekam der Gemaux beim ersten Genuss dieses Göttertrunks einen Flashback zu der Zeit, als man noch in den Nahen Osten fuhr zur seiner Verwandtschaft. Also nach Schwerin.

Unzählige …falsch..ziemlich genau 15 Ferien fuhr der Gemaux damals mit seinen Großeltern immer rüber und spielte Weihnachtsmann. Meist zu Ostern oder auch im Sommer. Opas Omega sah immer aus wie der Lieferwagen eines Supermarkts. Stiegen- und Palettenweise Güter, die man in der guten alten Planwirtschaft selten bis nie bekam.

Dafür genoss der Gemaux dann aber auch so etwas wie Urlaubsfeeling mit völlig anderen Produkten in einem völlig anderen Land.  Am Anfang noch Club Cola, später dann dazu Petermännchenbier und Cabinetzichten. Das alles in eins der allgegenwärtigen Einkaufsnetze gepackt und hinter dem Ruderboot mit raus auf den See gezogen (bis auf die Zigaretten natürlich!)Sonnenuntergänge mit Angelauswurf im Schilf, nackte freizüige Ostmiezen die sich ins Ruderboot schwangen, weil sie die Strecke zur Partyinsel nicht mehr schwimmen konnten/wollten und das Verpflegungsboot schon voll war, der Duft von Braunkohleheizungen in der ansonsten klaren Seeluft….hach…….das alles assoziierte ich mit dem ersten Schluck Red Bull Cola.

Aber weil sich die Getränkedesigner in Österreich dachten, dass sie neben Stierhormonen nun auch mal Cokablätterauszüge verarbeiten könnten, wird nun dieses Ambrosia zumindest in unserem Bundesland verboten. Also der Verkauf. Baden-Württemberg hält sich da noch raus. Mag mit der räumlichen Nähe nach Österreich zu tun zu haben. Aber hier in der westlichen Mitte Deutschlands haben die Volksschutzbeauftragten wieder einmal gnadenlos zugeschlagen. Wieder ein Grund mehr nicht die CDU zu wählen.

Woher soll Gemaux nun seinen Stoff bekommen? Ewig die Bekannten in S bitten, dem Gemaux einen Palette zu schicken? Oder gar in BW bestellen? Damit dort dann Dealerpreise erhoben werden? Was den Gemaux zum Verschwörungstheoretiker werden lässt:

These 1: Der Ätzkonzern mit seiner roten Farbe hat inverveniert, weil Red Bull Cola nun mal besser schmeckt und weniger Chemie (wenn man den Herstellerangaben trauen darf) enthält. Das kann ein Großunternehmen wie CC oder gar die Loser aus der letzten Bank Pepsi nicht auf sich sitzen lassen.

These 2: Die Kokainmafia hat ihre Lobbyisten losgeschickt, die den freien Verkauf von Produkten aus Cokablättern einfach nicht gutheissen können. Wenn sie nicht von ihnen stammen.

These 3: Zensursula von Speien hat gemerkt, dass ihre Bälger auf einmal wacher umherrennen und die haarsträubenden Ideen ihrer Turmfrisurmama hinerfragen.

These 4: Die Produzenten von Ritalin haben interveniert, weil sie merkten, dass sie Marktanteile vom ihrem Koksderivat an einen profanen Getränkehersteller mit dessem Produkt abgeben mussten.

Gemaux weiss es ,  findet es aber ziemlich beschi…scheiden.  Denn nur weil der Gesetzgeber eine Nulltoleranzgrenze hat auf BTM. Obwohl man- um einen Effekt durch das im Koks Getränk zu erhalten- mindestens 1000 Liter trinken müsste. Weil im Drink selber nur 0,4 Mikrogramm enthalten sind. Man stirbt also eher an Koffein als an Kokain im Drink. Oder bekommt einen Zuckerschock. Und laut Aussage des Laborchefs konnte er bei den modernen Messtechniken die Entdeckung leider nicht verhindern. Die Dinger sind einfach zu gut geworden. Was beweist das zuviel Wissen nicht immer gut ist. Zumindest für den Gemaux und seine Gier nach Red Bull Cola.

Wieder ein leckeres Getränk weg. eine Alternative ist zur Zeit nicht in Sicht. Red Bull an sich schmeckt selbst dem Gemaux zu süss. Und das verträgt sich auch nicht mit dem Havanna Club- der schmeckte nämlich als Red Bull Colalibre ziemlich geil.

Scheiss Wochenanfang findet

Gemaux





Petitionseinwurf- demnächst Aktenlagernd

8 05 2009

Nach der Aufmerksamkeit der Medien zur Petition gegen den beginnenden Zensurwahn unserer Familienministerin (Schäuble kann gerade nicht, der dreht immer noch im Kreis mit Partyhütchen auf und zwei Flaschen Schampus im Anschlag, weil ihm Ursula die Arbeit abnimmt) schnellte die Zahl derjenigen, die von unserer fränkischen Schmalzlocke Guttenberg (meiner ist viel grösser als Deiner!- also der Pass) schon einfach mal pauschal alle als Pädophilenverteidiger und Sympathisanten abgestempelt wurden in ungeahnte Höhen. Glanzstücke unserer Staatssekretäre. Hat der vom Guttenberg doch glatt den zweiten Teil garnicht mundgerecht fürs Brabbelbaby aus Franken geliefert. Die Sekretäre brauchen sich ja keine Gedanken zu machen. Als Wissende…oder glauben zu Wissende bleiben sie ja bis zur Pensionierung im Amt, egal, welche Vollpfosten gerade gewählt sind. Wissen nur die Wenigsten.

Auch hat es die junge Urheberin versäumt, direkt am Anfang der Petition klar zu stellen, worum es ihr im Wesentlichen ging. Diese Information kommt erst im zweiten Teil der Petition. Soweit zu lesen kann man unseren Vollversagern in Berlin natürlich nicht zumuten. Gibt es doch Wichtigeres zu klären. Die Meinungen von knapp 100tausend Wählern sind ja auch völlig unerheblich. In einer Diktatur. Gottseidank leben wir ja in einer demokratischen Gegend.

Demokratie bedeutet also nach Herrn Guttenberg, dass das Volk alles abzusegnen hat, was irgendwelche Staatssekretäre bschliessen. Selbst diese Herren haben keine Ahnung.

Jedem, der weiss wie man den Router einschaltet und ins Internet surft, ist innerhalb von wenigen Minuten die Umgehung der Seitensperrung möglich. Das sollte doch auch den Datenspezialisten in Bonn und Berlin bekannt sein. Oh …ich vergass..wer wirklich was auf dem Kasten hat, geht ja nicht in die Politik oder in die Verwaltung. Der geht in die freie Wirtschaft.

Hallo Ursula. Natürlich wollen die Unterzeichner nicht den freien Zugang zu diesen kranken Seiten haben, oder diejenigen schützen die diese Seiten betreiben oder weiterleiten. Im Gegenteil, es gibt andere Mittel und Wege diese Seiten zu vernichten. Es geht darum, dass damit der erste Schritt zu einer Zensur gemacht wird. Zensur herrscht in repressiven Systemen. Und in diesem scheinen wir zu leben. Wenn die Stimmen von so vielen Leuten als irrelevant abgetan werden, sind wir schon ein gutes Stück weiter in die Richtung, wie es das rechte Sozialnietengesocks von Deutschlandpolitik oder anderen grenzdebilen Seiten gerne hätte. Alle Macht der Legislative.

Dies ist ein gefährlich dünnes Eis auf dem sich unsere Politiker bewegen. Glaubt der Gemaux.

Ein anderes hanebüchenes Gesetz findet gerade mit Gotcha-Spielern statt. Simuliertes Töten meint der Herr Wissing zu wissen, wird dort betrieben. Und hintenrum noch den unangekündigtenund jederzeitigen Besuch der Ordnungsmacht in Sachen “Waffenbesitzerkontrolle” durchgedrückt. Glanzstück.Arme Jäger…die simulieren nicht nur das Töten.

Für die breite Masse der Dumpfbacken im Land, die gerne den Schrott von Bild und Ähnlichem lesen ist diese relativ unbekannte Nischensportart bisher garnicht wahr genommen worden. HALLO HERR WISSING? Der Amokläufer war im Schützenverein. Nicht in einem Paintballverein. Aber an die Schützenvereine will er ja auch, der unwissende Wirsing.

Das wird ein Spass, wenn den Schützenvereinen nicht nur die Leute wegsterben, sondern der Nachwuchs auch noch nur mit einer Fletsche üben darf.

Genügend Beispiele, was dann bitte auch verboten gehört gibt es ja. Alles Kriegsspielzzeug bitte dann verteufeln. Revell wird dann zwar auch pleite gehen, aber egal. Schiessübungen bei der Bundeswehr gehören dann auch abgeschafft. Das ist ja nicht nur simuliertes Töten.

All das um davon abzulenken, dass unsere Parteien keine Erfolge vorzuweisen haben- im Zuge der Wahlen dieses Jahr. Die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Renten sollen aber sicher bleiben. Natürlich. Viele Politiker sind ja schon auf der Zielgeraden, da will man schnell nochmal sein Scherflein ins Trockene bringen, gell. Ausbaden dürfen das die nachfolgenden Generationen. Die aber leider keine Arbeit haben und sich demnächst mit Blumen pflücken und im Fitnessstudio die überschüssige Energie abreagieren dürfen. Kampfsport wird dann wohl auch untersagt. Arme Klitschkos. Wandern nach dem Sieg in drei Minuten dann direkt in die grüne Minna…verzeihung die ist ja nun blau…weil sie Gewalt ausgeübt haben.

Gemaux beginnt erste Anzeichen von Wahnsinn zu entdecken. Beruhigend, dass es da zum Beispiel in Dormagen heute nichts zu kaufen gab. Wegen den Flachpfeifen von Pro NRW…oder eher Proll NRW und ihrem Antiislamisierungskongress. Da haben alle Läden und Gebäude einfach mal kollektiv die Türen dicht gemacht. Das wird die Attention whores der brauen Sparte aber schon ein wenig enervieren, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht erhalten. Arme fehlgeleitete Männchen.

Gemaux kauft sich schon mal Steine und eine Schleuder, wir steuern auf eine geistige Steinzeit zu, da muss man dementsprechend gerüstet sein.

Schönes Wochenende

Gemaux





Ein Pfund Gemischtes halb und halb

5 05 2009

Hier bei WordPress gibt es viele Leut,e die über immens wichtige Sachen berichten. Wie man ein Nokia soundso softwarisch aufbohrt und was man dann alles für tolle Dinger damit machen kann zum Beispiel. Oder welche Frau gerade in welchem Monat ist. Oder welcher Immigrant gerade ganz dolle böse Sachen auf deutschem Grund begangen hat und warum man sie alle sofort abschieben, wegsperren, verga…oder zumindest ganz fies anschauen sollte.Alles unter dem Deckmäntelchen Deutschlandpolitik und Meinungsfreiheit.

Der Gemaux will dem in nichts nachstehen und sein Scherflein dazu beitragen um die Nachrichtenflut ja nicht zum Versiegen zu bringen. Der Gemaux macht es sich nun zur Aufgabe über wirklich Wichtiges zu berichten. Dabei hilft ihm während langer Autofahrten das Radio. Dieser erquickliche Quell voller fast schon gleichwichtiger Nachrichten.

Die Aufhorchenswerteste lautet heute- also im Geiste des immens wichtigen Konsens der Blogosphäre hier- :

DER ANGELA MERKEL BILDBAND

Das Bassetface hat nun neben zahlreichen Biographien auch noch einen Bilderband dazu bekommen. Von ihrem Wulffie. Dem Christian aus Niedersachsen. Angela in Windeln, Angela bei der Jugendweihe, Angela bei ihrer Hochzeit, etc. Darauf hat die Welt gewartet! Es gibt absolut nichts, was Wichtiger zu berichten wäre, als dies. Damit sich der Wähler endlich mal ein Bild machen kann von der Kanzlerin der Diskretion und Heimlichkeit. Oder sollte man sagen: Inkompetenz, Männerhörigkeit, etc.? Man weiß es nicht. Nun gibt’s zu den ohnehin farblosen Nachrichtenbildern auch noch farblosere Kinderkackefotos unserer Kanzlerin im VEBstrampler! Phänomenal. Man kommt kaum noch heraus aus der Begeisterung, oder? Das straft ja alle journalistischen Unkenrufe lügen, dass sich unsere Kanzlerin nur von einer bestimmten Seite ablichten lässt. Oder war es gar ein perfider Mobbingversuch der nördlichen CDU? Sozusagen die absolute Zurschaustellung einer Frau die völlig überfordert scheint? Die nur von Helmuts Gnaden überhaupt soweit nach oben kam? Spielt da Neid der Parteigenossen mit? Hat gar der Steinmeier den Koch und den Wulff abgeworben?

In Siegen gibt’s Wahlkampfplakate, die zeigen eine sonderbar andere Kanzlerin. Auf einmal erscheint unsere Kanzlerin als 10 Jahre jüngere Angela mit TopTenschnitt (topp drauf, ten mal rum schnibbeln)und selbst der Merz ist mit auf dem Foto. Auch unser Landesvater Rüttgers sieht noch so aus, als wenn er alle Zähne hätte und nicht wie bisher mit den dritten Zähnen im zweiten Frühling schwelgt. Wenn auch nur als Sozialer Christdemokrat. Die CDU scheint zeitlos. Da werden die Menschen nicht älter, sondern bleiben so wie man sie mal abgelichtet hat. Noch so eine Sensation. Wo muss ich unterschreiben?

Eine weitere wichtige Sache die einem das irre Lachen in die Wangen treibt ist Folgende…ich zitiere hier aus der Gemauxschen Quelle des alltäglichen Wahnsinns.

Hallo, wollte morgen Nachmittag mit weiblicher Begleitung nach Köln..
Brauche also tipps fürs shoppen, für Cafés und ka etc..
Bitte alles Zentrumsnah , d.h. ka, fußweg vom DOM oder höchstens ,al 1-2 u-bahn stationen

Bitte nix nerdiges, also nicht der Warhammer 40k shop in der xy-gasse

Sondern so richtig straight forward, was das typishe Fashionvictim toll findet, paar süße Boutiquen, evtl. suche auch nen Laden wo Frau sich Hippie-style mäßig ankleiden kann (nicht übertrieben, so roxy/billabong-wear in großer Auswahl reicht schon) und Cafés wo auch gilt sehen und gesehen werden etc.”

Nein sie haben sich nicht verlesen. Da fragt allen Ernstes ein ….nagut Gemaux will es mal so nennen…männliches Wesen, nach Shopadressen und nachfolgender Zurschaustellungslocation für sein Fashionvictim.

Wahrscheinlich konnte der Fragesteller vorher nur mit Mädels …Kontakt haben …, die bei Pimkie, New Yorker, oder KiK einkaufen gingen. Scheint die Neue also eine Liga höher zu spielen und gerne auch mal in normalen Läden shoppen zu gehen. Sagenhaft! Das es solche Frauen gibt!

Und um sich keine Blöße zu geben, was Mann eigentlich für ein Würstchen ist, weil man sich nicht selber schlau machen kann- bei solch herausragend schwierigen Sachen wie Shop suchen- fragt man dann lieber erst mal in einem Forum nach, wo man in einer Großstadt wie Köln denn solche Läden findet. Google scheint unbekannt, auch solche Magazine wie Prinz oder ähnliches Szenematerial wo gerne mal ein Ladenbesitzer inseriert, damit bei ihm auch solche mit der Hand fangbare Kunden aufschlagen, scheint völlig unbekannt zu sein. Allein diese Frage impliziert für den Gemaux schon mal, dass auch die nachfolgenden eventuellen Aufgaben, die das Weibchen an unseren jungen Schnellschiesser richtet erst einmal per Anfrage im Forum erklärt werden müssen. Nach erfolgter Leerung der Kreditkarte – hoffentlich ist es nicht Papas, was noch peinlicher wäre- geht’s dann zum Latte Macchiato in ein Szenecafé. Aber bitte schön mit vielen Fenstern und wo man das Gummi…Porzellanpüppchen auch ausstellen kann. Gemaux stellt sich vor wie die stolz erhobene Hühnerbrust langsam zusammen sackt, weil man dort nur einer unter vielen gut gemachten Oberflächlichkeiten ist. Ein Restaurantbesuch wäre auch zu gefährlich. Könnte dort doch erst recht das weltmännische Versagen offenbar werden.

Der wahre Kenner hätte seine frisch eingekleidete Hormonentsorgunsanlage in ein Cafe geschleppt wo sie auffallen würde, weil der Rest der Kundschaft tief unter einem rangiert. Das würde dem Weibchen unterschwellig vermitteln, dass es die Schönste im ganzen Land ist. Und lenkt den Mann nicht so ab. Denn ein Kerl hätte dann keine Augen mehr für das eigene Gegenüber, wenn so viele andere potentielle Evolutionsgehilfinnen in der Nähe sind. Also lieber tief stapeln, aber als Geheimtipp deklarieren und schon steigt man in der Werteskala und tut auch noch was fürs weibliche Ego. Aber gut..unsere hier zitierte Flachpfeife schafft es ja noch nicht mal sich eigene Gedanken zu machen.

Aber der Trend ist immer zu beobachten. Für Sachen die man sich besser selber überlegen sollte stellt man lieber peinliche Fragen.

Der Threadersteller wurde übrigens meist entweder offen ausgelacht, oder ihm wurde Information zugeführt, die selbst ein geistig behindertes 4 Jahre altes Kind begriffen hätte. Schön vorgekaut und mit mitleidigem Lächeln serviert.

Da wächst noch ein ganz Grosser heran glaubt

Gemaux,

der sich nicht mehr mit solchen Nebensächlichkeiten wie Schweinegrippe, HRE, Familienfehdenmasskern in türkischen Bergdörfernund anderem unwichtigen Zeug befassen möchte.

Schöne Woche noch.





Altholz und haus

27 04 2009

Es ist Montag.

Und nein, der Gemaux hat den Spiegel noch nicht durch.

Viel interessanter fand der Gemaux in der vergangenen Woche zwei Dinge. Zum einen den thüringischen Ministerpräsidenten Althaus.

Sie erinnern sich. Der besoffene Staatsdiener, der mal eben die Mutter eines 1-jährigen Sohnes auf der Skipiste flach gelegt und dadurch getötet hat. Weil er im Suff auf der anderen Seite der Piste ausgleiten wollte. Kunststück; bei Alkohol im Blut kann auch so mancher Autofahrer nicht mehr richtig bremsen und schlittert schon mal in andere Verkehrsteilnehmer. Die müssen dann meist aber die Fahrerlaubnis abgeben und mit empfindlichen Strafen rechnen. Anders der Herr Althaus. Nicht nur das. Durch seine unverantwortliche Tat belastete er auch unser Sozialsystem mit den nicht unerheblichen Kosten einer Schnell-Rekonvaleszenz. Beihilfe und PrivatKV sei Dank.

Nun schreibt der gute und ehrgeizige Herr Althaus, dass er sich seiner juristischen Schuld bewusst ist. ….Fahrlässige Tötung……

Schlimm genug, dass er diesen Vorfall verschuldet hat, aber was in Gemaux Augen und seinem Frontallappen schwerer klingelt ist die Tatsache, dass er seine Schuld abwiegelt. Wie machtgierig und –geil kann ein Mensch werden, dass er sich nicht dahin stellt bei eindeutiger Beweislage und sagt: “Ich habe diesen Fehler begangen, ich werde die Allgemeinheit entscheiden lassen, ob ich die richtige Person für eine derartige Position wie der meinen bin.” Natürlich steht die thür. CDU hinter ihrem Dieter Althaus. Würden sie ja auch alle den einträglichen Sitz räumen müssen, wenn er sein Amt zur Disposition-sprich Neuwahl- legen würde. Die Tatsache, dass er einem Mann seine Frau und einem Sohn seine Mutter genommen hat tangiert den sauberen Herrn Althaus nur juristisch. Laut eigener Aussage. Damit reiht er sich nahtlos in die ganzen Machtversessenen ein, die auch im Zuge der Wirtschaftskrise noch auf ihre Boni beharren, und auch weiterhin als parasitäre Individuen ihr Dasein pflegen wollen. Sie merken, wie dem Gemaux die Halsschlagader schwillt. Kein Fünkchen Reue oder Gewissen erkennbar, im Gegenteil. Noch großkotzigeres Auftreten in der Öffentlichkeit.

Die zweite Sache, die dem Gemaux aufgefallen ist, ist die Folgende:

Im Winter und Frühjahr wurden an bewaldeten Straßen -zumindest in NRW- vermehrt Bäume am Strassenrand bis zu einer Breite von knapp einer Baumlänge an allen stark befahrenen Straßen ab gesenst. Früher ging der Gemaux aufgrund seiner beruflichen Vorgeschichte von der sogenannten Lichtraumprofilbereinigung aus. Bedeutet: Damit die Straßen schneller abtrocknen bei Regen und Schnee werden die Bäume an der Straße ab geschnibbelt, um es der Sonne zu ermöglichen ungehindert von Baumkronen auf den Asphalt zu knallen.

Nun wundert es den Gemaux nicht, dass das meiste Holz liegen bleibt oder geschreddert wieder auf die Böschung geblasen wird. Es kann ja nicht verkauft werden. Die Schadstoffbelastung in Holz und Rinde wäre zu immens für eine Verarbeitung zu Spanplatten oder Brennholz. Aber ein Assekuranz-versierter Kollege des Gemaux erzählte folgenden Fall:

Durch eine neue Verordnung muss ihre Versicherung nicht mehr gerade stehen, wenn ihnen bei der Fahrt durch sturmgeplagtes Waldgebiet ein Baum aufs Dach scheppert und sie und ihr Fahrzeug evtl. Schaden davon tragen. Höhere Gewalt nannte man das, glaubt der Gemaux zu wissen. Sondern die Versicherung des Grundstückinhabers auf dem der fallende Baum stand. Und die wollen sich das natürlich nicht bieten lassen, dass so etwas wie ein Klimawandel-verursachtes Ereignis die Bilanzen schmälert. Denn den Versicherungen ist auch klar, dass es in Zukunft zu stärkeren und häufigeren Stürmen kommen wird. Auch klar ist, dass die Versicherungen sich dafür verstärkt dann beim Waldbesitzer bedienen werden, sollte es zu einem versicherungspflichtigen Windwurf kommen. Schöne heile neue Welt. Da man es den Bäumen nur selten ansieht, wie es in ihnen aussieht, außer es sind schon etliche Kreuze auf die narbige Rinde genagelt, werden vorsorglich alle gefällt. Und die vorhandene Biomasse wird dann in MVAs verbrannt oder in Heizkraftwerken. Die suchen übrigens ständig mittels Brennwertanalysen von örtlichen Mülldeponien nach neuen Zusatzbrennstoffen. Kohle und Öl ist halt zu teuer geworden. Obwohl sie uns noch weiß machen, dass jede neue Preiserhöhung mit der Anhebung der Rohstoffpreise zusammen hängt. Dabei werden schon mittlerweile wieder alte Halden geöffnet um sie anzunagen. Oder glauben sie der ganze Kunststoff aus der gelben Tonne wird komplett recycelt?

Schönen Wochenanfang

Gemaux





Meisterstück Lohn

24 04 2009

Die Schlagzahl des Gemaux lässt rapide nach wie der geneigte regelmäßige Leser bestimmt schon gemerkt hat.

Das hängt nicht unwesentlich mit dem Abtreten des verehrten Schwiegervaters zusammen. Denn seit dem der Gemaux sozusagen der Herr auf dem Hof ist, wuchs das Arbeitspensum rapide zu Lasten der durchgängigen Onlinezeit.

Nun ist der Gemaux handwerklich nicht unbegabt. Allerdings sieht er (der Gemaux) sich eher als Mann fürs Grobe. Abbrucharbeiten, Holzfällen, schweres Schleppen das ist sein Metier. Psychologisch korrekt werden diese Tätigkeiten mit “Training” einsuggeriert und schon geht’s los.

Der leise Verdacht -sich hinterrücks an Gemauxens Schädelfrontlappen anschleichend-, dass mit dem naturgemäßen Weggang des oben genannten Familienmitglieds sozusagen der Kit, der den Hof zusammen hielt, auch verschwunden ist, springt mittlerweile mit lautem dämonischem Gelächter alle anderen Hirnbereiche an.

Als Erstes segnete das Heizungsrohr das Zeitliche. Akuter Lochfrass würde der bärtige Calgon-Handwerker attestieren. Ein Rohr auszuwechseln fiel noch in Gemaux’ motorisch machbaren Rahmen. Zur Sicherheit nahm er sich die Hilfe des Gas-Wasser-Scheisse-Freundes dazu. Ein Kaminbrand wäre unschön geworden.

Dann fällt die Lichtanlage langsam aber sicher aus. Auch kein Problem. Aber eine Sache mag der Gemaux auf den Tod nicht leiden. Streichen. Und da nun das Dachgeschoss im 1831er Bauernhaus auf der Liste steht, damit der Nachwuchs endlich aus dem elterlichen Schlafzimmer verschwindet, frug er nach den Preisen bei den Handwerkern nach. Erst nach den Offiziellen. Nach den genannten Zahlen schluckte Gemaux kurz und verabschiedete die Handwerksmeister mit: “Danke für dieses Gespräch”. Effektive 30qm Wandfläche mit Türen durchsetzt und zu überstreichenden Holzpanelen sollten “freundschaftspreislich” 1200 Euronen kosten. Exklusive Material.

Also werden die üblichen Wochenanzeiger durchforstet. Dort bot sich ein Maler an. Den kontaktiert und er erschien auch gleich zur Ansicht. Ohne Rechnung sollten auch hier 1000 Euro fällig werden. Dabei wollte der Gemaux schon aufs Lacken verzichten. Nach den Preisen fürs simple Teppichverlegen traute der Gemaux sich dann mit Rücksicht auf seine nerven nicht mehr zu fragen. Also doch wieder “Dappajaja-YippiyippiYeh” schreien und zum Baumarkt fahren.

Ein Kollege des Gemaux wollte sich eine neue Küche leisten. Die Alte (lt. Selbstaufskunft nicht beide) heraus und den Boden neumachen für stylische Fliesen. Das erste Angebot für den neuen Estrich lief auf eine komplette Herausnahme des neu gelegten Estrichs heraus wegen stümperhafter Arbeit und anschließender Verleugnung des betreffenden handwerklich Versagenden durch seine Frau. Eine Mecklenburgische Buckelpiste war eine Autobahn im Vergleich dazu. Also ein Unternehmen beauftragt, welches sich noch einen Namen machen wollte in der Stadt und schwupp…ein perfektes Ergebnis. Nun wurde die avisierte Anlieferung der neuen Küche verschoben, weil zwar schon die Fliesen vorhanden waren, aber keiner der diese verlegen konnte. Zumindest nicht so wie es die Ansprüche korrekt verlangten.

Auch hier wieder die Preisanfrage. 12qm Fliesen verlegen für 25 €/qm. Bei 30×60cm Fliesengröße. Und das war der Preis eines Fliesenlegers im Ruhestand. Zwei Unternehmen haben komplett ab gewunken, weil ihnen der Auftrag zu minimal war. Leider ist der besagte Rentner nun mit etwas Anderem beschäftigt. Weil man sich ja eine Woche Zeit ließ für die Auftragsbestätigung.

Nun ist dem Gemaux bewusst, dass es dem Handwerk schlecht geht. Rechnungen werden nicht beglichen. Kunden verlangen Gewährleistungsarbeiten, die so richtig untragbar sind (das die dämlichen Kunden aber auch nicht mit dem im laissez-faire-Modus erreichten Ergebnis zufrieden sein können, undankbares Pack)

Liebe Handwerker. Ihr seid keine Ärzte. Ihr seid Handwerker. Der Gemaux will das Wörtchen “nur” nicht benutzen. Aber irgendwie hat er den Eindruck, dass sich viele Handwerker auf ihren Gesellenbrief und den Meistertitel schon imaginär eine Yacht ausgesucht haben.

Es gibt viele gute Handwerksunternehmen. Der Sanitärbetrieb von Herrn Gertz in Nottuln gehört dazu. Adäquate Preise und kompetente Beratung. Sehr professionelle Auftragsausführung. Menschlich. Lobenswert. Die Bäckerei Küpper in Recklinghausen genauso.

Die Beispielliste ließe sich in goldenen Lettern fort führen, wenn es nicht immer wieder grenzdebile Dumpfschädel unter dieser Berufssparte geben würde. Fehlender Service, unrealistische Rechnungsstellung, bewusstes Unterschlagen von Steuern, mangelhaftes Arbeiten. Aber dazu dann wenigstens großkotziges Auftreten. So ähnlich wie die Regalputzfrauen bei Karstadt und anderen Modehäusern. Kompetenz und Sozialverträglichkeit wird da ähnlich vernachlässigt, wie die Bereitschaft dazu zu lernen, dass wir nicht mehr in den 60-70er Jahren leben, man selbst nicht das Maß der Dinge ist und der Kunde mittlerweile durch diverse “Haussendungen” geschulter ist-sich also nicht mehr widerstandlos verarschen lässt. Gemaux dachte eigentlich, dass Handwerker den Begriff Dienstleistung und die damit verbundenen Anforderungen erlernt hätten. Bis er auf einen trifft, der Kunden nur für ein notwendiges Übel hält.

Hier liebe Handwerker ein elementarer Spruch aus dem Verkauf: ” Es kann drei Monate dauern einen guten neuen Kunden zu gewinnen, aber nur 3 Sekunden in denen man 10 verlieren kann.” (wobei diese Zahl in Zeiten des Internets nach oben offen ist)

Gilt so ziemlich für jede Berufssparte. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Welle der wirtschaftlichen Auslese erst anrollt und noch lange nicht auf ihrem Höhepunkt ist(Peak, liebe Finanzexperten- weil deutsche Begriffe ja mittlerweile auch schwer verständlich sind…wie das 1×1 und die Zinsrechnung zum Beispiel). Mal sehen, wer von diesen Betrieben, die der Gemaux nun beobachtet, nächstes Jahr noch am Markt ist.

Schönes Wochenende wünscht

Der Gemaux





Freizeitdruck Mittel

30 03 2009

Montag ist Abo Tag. Da flattert dem Gemaux immer sein Wochenmagazin aus Hamburg ins Haus, serviert vom freundlichen Postboten.

Als Erstes werden dann die Leserbriefe frequentiert. Und just in einem dieser abgedruckten Zuschriften steht wieder die allbekannte Phrase (zum Thema -Schusswaffen in Deutschland-): “…. Opfert seine Freizeit um….”. Nun fragt sich der Gemaux, wie man Freizeit opfern kann. Wenn der Gemaux tief in sich hinein hört, dann entsteht nur dann in ihm ein Opferaltar, wenn der Gemaux etwas erledigen muss, weil er ja gerade Zeit dafür hat- dieses aber unwillig macht.

Im Umkehrschluss macht also der sich selbst als Trainer eines Schiesssportvereins ausgewiesene Schreiber etwas unwillig?

Haken wir nach. Dort beschreibt er, dass er in seiner Funktion als Trainer ja zur Konzentrations-, Teamfähigkeits-, Sozialkompetenzförderung die Jugendlichen bei der Handhabung einer Schusswaffe zur Ausübung des Sports unterweist und sie lenkt.

Hintenan geschoben dann der Hinweis auf die Opferung der kostbaren Freizeit. Sehr selbstlos ist dieser Mann. Zeit und die freie als solche sind das kostbarste Gut dieser Zivilisationsstufe. Messbar an den Honoraren der Dienstleister bei kleinen Haushaltstätigkeiten, Schönheitsoperationen, Beauty und Wellness Angeboten, etc., die alle direkt dazu dienen uns Zeit zu verschaffen. Bei letztgenannten zwar nur äußerlich, aber egal. Die Zeit als solche ist in unserer schnellen Welt ein nicht zu verachtendes Gut. Und wenn man dann noch freie Zeit hat, ist man fast schon Krösus. Oder wie Krösus.

Diese Zeit wollen wir mit dem verbringen was uns Freude, Entspannung, oder Befriedigung verschafft. Am Besten alles zusammen.

Drum sucht sich der klar denkende Mensch doch etwas aus, was ihm seine Zeit nicht stiehlt- er sie also nicht opfert für unleidliches Tun. Das führt mittlerweile dazu, dass immer mehr Menschen ihre Freizeit als Druckmittel benutzen. “Nimm das Kind ich brauch meine Freizeit”…”ich opfer meine Freizeit und keiner dankt es mir?”…”Bitte schenken sie uns einen kleinen Moment Ihrer Aufmerksamkeit” usw.

Was den Gemaux dabei stört ist folgendes. Wenn diese Person sich in einem Verein engagiert und dort seine Freizeit verbringt, weil er seinem Hobby frönt…. Wie kann dieser Mensch seine Zeit dann opfern?

Nicht nur das. Alljährlich werden all die ehrenamtlich tätigen Vereinsmeier auch noch geehrt und belobigt für ihren Dienst an der Allgemeinheit.

Also bekommt dieser Herr nur zu wenig Lob und Ehrung für sein Tun? Versagte etwa seine Jugendabteilung beim jährlichen Schützenfest?

Daher mein Appell an den Herren: Sie opfern ihre Freizeit nicht. Entweder sie tun, was sie tun, weil sie ein “harter Kerl” an der Waffe sind, oder sie lassen die Jugendarbeit sausen. Das gilt übrigens für alle Lebenslagen.

Generell sollte man nicht von “opfern” sprechen für etwas, dass man eh gerne macht.

Findet Montagsgrüssend

Der Gemaux





Vermischtes Versagen

26 03 2009

Heute ist Donnerstag. Der Gemaux ist sich dieser Tatsache bewusst. Leider konnte der Gemaux seiner Tradition nicht folgen und am Montag seine geistigen Ergüsse von sich geben. Denn der Gemaux verbrachte den bisherigen Großteil dieser Woche bei seinem Freund und Kupferstecher, dem Zahnarzt.

Mit diesem ist der Gemaux schon seit der Schulzeit verbandelt und so hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein deutlich größeres Vertrauenspolster aufgebaut, welches der Gemaux anderen Vertretern dieser doch leicht sadistischen Zunft nie entgegen bringen konnte. Wir sind uns direkt am Anfang seiner Karriere nach dem Studium einig gewesen, dass wir uns gegenseitig nicht weh tun wollen.

Während der Behandlungspausen sitzen die beiden Schulkameraden so in trauter Raucherrunde und erzählen von ihren prägnanten Erlebnissen, die in der Zwischenzeit vorgefallen sind. Unter anderem erzählt des Gemaux Kollege, dass das neben ihm wohnende Vorstandsmitglied einer Parfümeriekette ihn besucht hätte und von den Unterlagen einer Bewerberin fürs middle-management schwärmte.

Er wäre begeistert von den Unterlagen, der Präsentation und den Zeugnissen der frischen Master-Absolventin. Mittlerweile gängige Praxis und sozusagen schon ein must-have in Personaler- kreisen sind Accounts bei den gängigen social-network Seiten. Dort stand dann wohl, dass unsere Musterbewerberin nicht nur ein ausschweifendes Partyleben schätzt sondern auch noch auch welche expliziten Sexualpräferenzen sie hat. Inklusive aussagekräftiger Fotos. Der Gemaux war sich sicher, dass sein kompletter Bekanntenkreis dies wild applaudierend und mit nicht geringer Vorfreude zur Kenntnis genommen hätte und sich auf die ersten Überstunden allein im Büro mit der jungen Dame gefreut hätte.

Unser beschriebener Personaler zeigte sich eher gelinde gesagt… entsetzt und verließ den einspeichelnden Gemauxkollegen mit dem Hinweis, dass der diese Bewerbung heute mit einer Absage versehen zurück geschickt hätte.

So war das gesamte Studium dieser wohl exorbitant guten Absolventin für die Katz. Außer sie strebt eine Karriere in den kaufmännischen Bereichen der Fleischfilmindustrie an. Voll versagt also. Aber gottseidank hatte man ja seine StudiVZ-Seite immer auf dem neuesten Stand.

Ein weiteres Versagen macht dem Gemaux schwer zu denken. Laufend las er bei Spirit of Entebbe über die nur gerechten Vergeltungsschläge der israelischen Armee im Gazastreifen. Ja…auf der Seite diese Bewerbungsfotogrinsers finden sich nur Israelfreundliche Zeitgenossen ein, die garantiert nicht zum gemäßigten politischen Lager in der annektierten britischen Ex-Kolonie gehören dürften.

Da schreibt der Spiegel doch verruchter weise, dass israelische Soldaten sich Lasten von der Seele reden würden über Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Impertinent wie der Spiegel ist, werden da Soldaten zitiert, die den Befehl gehabt haben auf Frauen und Kinder zu schießen (waren bestimmt alles Selbstmordattentäter). Sanitätssoldaten wäre verboten worden zu verblutenden Palästinensern vorzudringen (die waren bestimmt vermint oder Köder eines Snipers)um Hilfe zu leisten, wie es der MENSCHLICHKEIT gebührt. Ja, der von seinen Kommentatoren und Abonnenten beweihräucherte Verfasser dieses “Unser Haus Israel”-Propagandablogs geht sogar soweit wie immer seiner “Schuld sind nur die Islamisten!”-Manie folgend das Ganze als legitim und den Grundsätzen des Krieges unterliegend zu beschreiben.

Natürlich werden kritische Stimmen auf seinem Blog als Kommentar nicht direkt gelöscht, aber mit einem zufriedenen Grinsen bedacht, wenn sich die Kettenhunde des Verfassers auf den doch bestimmt …wenn nicht sogar mit ziemlicher Gewissheit …antisemitischen (es kann doch gar nicht anders sein!!!) kritischen Verfasser stürzen.

Es ist egal, was man als Kommentar auf diesem Blog hinterlässt. Außer einem latenten “Heil Israel” darf da nichts stehen. Dabei hat sich die israelische Politik doch soviel Mühe gegeben, alle Journalisten aus dem Warschauer Ghetto…Verzeihung, unpassender Vergleich, das war ja nur ein ummauerter Stadtteil mit einer ethnischen und religiösen Minderheit und kein ummauerter Landstrich… aus dem Gazastreifen fern zu halten.

Wähnten sich die israelischen rechten Parteien doch vollkommen im völkerrechtlichen Rahmen, als sie auf die Verteidigung ihres Landes pochend, mal eben diesen Abschnitt plätteten. O-Ton eines Soldaten ” Gaza ist toll, da darfst du auf jeden schießen der sich über die Straße bewegt” Solche Aussagen sind natürlich verständnisvoll zu bedenken. Man führt ja schließlich Krieg gegen einen übermächtigen Gegner, der gar die USA und Russland gleichzeitig mit einem Fingerschnippen ausschalten kann. Eine Katjuscharakete ist schließlich gleichzusetzen mit einer SS20. Und erst recht, wenn sie über Zaun und Mauer ohne Zielsystem abgefeuert werden. Für vornehmliche Sachschäden kann man da schon mal den Tod von zig hundert Menschen, die Kollateralschäden und völlige Vernichtung der Infrastruktur legitimieren. Ist der Palästinenser erst mal wieder in der Steinzeit, wird er bestimmt schon wissen, wer sein rechtmäßiger Herrscher und Herr und Meister ist. Nämlich der Israelit.

In diesem Sinne ein “Heil Israel” an den Kleingeist von Entebbe.

Schönes Wochenende

Gemaux





Langweilig

16 03 2009

Der Gemaux wird anscheinend ziemlich abgestumpft….oder er ist ideenlos…oder beides…

Amoklauf …same procedure as the last one  einer Attention whore die sich vor 10 Jahren vom Hochhaus geschmissen hätte und maximal der Strassenreinigung Sorgen bereitet hätte. Aber die kleinen narzistischen Versager holen sich ja lieber heutzutage eine Kanone und ballern um sich um noch welche mitzunehmen. Immer in der Gewissheit, dass sich garantiert ein grauhaariger Ex68er darüber echauffiert, dass es früher sowas nicht gegeben hätte. Doch gab es auch, Herr Selbsternanntexperte. Nannten sich nur damals RAF. Waren auch aus gutsituierten Verhätnissen und wollten ihr Leben radikal verändern und viel Aufmerksamkeit. Und das die Medien sie für eine Woche hofieren. Wenn auch nur posthum.

Finanzkrise…..langweilig. Betriebe gehen reihum den Bach herunter, aber unsere Banker denken immer nur noch an die eigene Bilanz. Vielleicht sollte man ihnen begreiflich machen, dass man Geld und Papierzahlenwerte nicht essen kann, sondern es auch Leute gibt, die richtig arbeiten. Und das auch wollen…und besser können.

Politik…unspektakulär. Seehofer markiert den starken Mann und hat trotzdem immer das mitleidige Gelächter eines Strauss im Hintergrund. Angela ist wie immer …farblos, unbestimmt, führungsqualitätslos, nichtssagend und schlecht angezogen. Und wird von dem kleinen Franzosen bei jeder sich bietenden Gelegenheit ausgebremst und muss sich in seinem Windschatten verkriechen. Und lächelt noch dabei. Gequält zwar, aber sie grinst wie ein Honigkuchenpferd.

Alltag…kein Kommentar. Doch eine amüsante Anekdote. Während Schwiegermutter den hofeigenen Zwinger säubert denkt sich Gemauxens Mädel, dass der Zwinger abgesperrt gehört. Und vollzieht es dann auch. Eine geschlagene viertel Stunde tapert sie mit dem Hund allein über den Hof und denkt nicht im Traum daran, die Großmutter freizulassen. Der Gemaux musste natürlich vermitteln wie böse das war. Obwohl er innerlich schon ein bischen stolz drauf war, dass seine Kleine das durchgezogen hat, was er sich manchmal denkt.

Schönen Wochenanfang wünscht

Gemaux