Gedanken

31 10 2007

Gemaux macht sich Gedanken. Unglaublich aber durchaus wahr. Zum Beispiel mache ich mir Gedanken, welche Suchbegriffe zum Zugriff auf meinen Blog führen. Dabei geb ich ja nicht offensichtliche Dinge in meinem Blog ein, der den unbefriedigten Sabberheinz von Google oder sonstwo her auf meine Seite locken soll.

Ich will ja schliesslich nicht -wie ein Haarfarben-Extraterristisches Mädel hier -Quote mit den Spielereien und Ausdrücken des waagerechten Miteinanders machen. Bitte halten Sie mich nicht für prüde. Das bin ich bei Weitem nicht. Aber ich halte manche Blogs die zu eindeutig mit der Sexualkeule winken und durch schlichte Hormonwallungen ihre Leser ködern für eine weitere Variante des „Mantelträger im Stadtpark“-Bild. Amüsant aber irrelevant für eine gesteigerte Aufmerksamkeit. Der Vergleich mit der attention-whore rückt da doch bedrückend näher.

Wobei ich festgestellt habe, daß es durchaus einen pädagogischen Nutzen haben kann, daß man seine Statistik hier einsehen kann und über welche Suchbegriffe die Leute meine Seite anklicken.

Gemaux wird demnächst Begriffe wie Poppen, Ficken, Blasen, Fummeln, Sex aus seinen Blogs möglichst heraus halten.

Verfickt nochmal ernsthaft!

Schwör!!





Tempo, Tempo!!

31 10 2007

Das allererste Mal, seit „Kohls Kleine“ endlich an der Macht ist und Deutschland damit endlich der Welt bewiesen hat, daß wir so was von humorvoll sind, stand ich auf ihrer Seite.

Das ist für mich ein immenser Schritt. Diese Kanzlerin ist das einzige Staatsoberhaupt bisher, dem ich ich eine Bildschirmpräsenz von 0 Sekunden zugestehe. Da schaue ich schon lieber stundenlang dem Thierse dabei zu, wie er sich Essensreste aus seinem Bart pult, als dieses apricotfarben verpackte Honigkuchenpferd a) reden zu hören b) sehen zu müssen.

Ich mag unsere Kanzlerin nicht. Das liegt zum einen daran, daß ich bis jetzt von ihr noch nichts wahrgenommen habe, als die Lorbeeren der anderen als ihre eigenen darzustellen und wie ein kleines Mädchen beim Besuch auf dem Ponyhof in die Kamera grinsen zu sehen. Ach ja, daß eine Foto mit Gabriel vor dem Gletscher. Macht diese Frau auch noch was in Sachen Innenpolitik?

Da liest man dann immer von Münte und den anderen Strategen der SPD.

Aber sie hat nun etwas gesagt, was durchaus Sinn macht. Das ein generelles Tempolimit keinen Sinn auf deutschen Strassen macht.

Die Frau muss im Ruhrgebiet unterwegs gewesen sein. Schneller als 130 kann man auf der A40 nur zwischen 2 und 4 morgens fahren. Und die paar Raser, die dann unterwegs sind fallen bestimmt nicht ins CO2 Gewicht. Auf der A40, auch liebevoll von den Anwohnern Ruhrschleichweg genannt, sorgt eine kleine Tagesbaustelle schon für den ultimativen Infarkt. Nur hier gibt es soviele Blitzer auf der Autobahn.

Es gäb soviel ,was man tun könnte. Man könnte zum Beispiel den gummibereiften Kasparbuden, die sich Autos nennen einen Tempomat einbauen, der sie dann nur noch…90 fahren lässt. Mein Kumpel muss beruflich einen Smart fahren. Neulich antwortete er mir auf die Frage, warum er zu spät zum Saunagang kommen würde: “ Ausfahrt verpasst, kam aus dem Windschatten eines LKWs nicht heraus. Manchmal hab ich Angst, daß wenn ein Brummi hinter mir Gas gibt, ich angesaugt werde und vor dem Kühlergrill hängen bleibe, bis er seine Pause auf einem Autohof ansteuert.“

Wenn diese Chipskisten auf Rädern dann auch noch links fahren wollen, DANN bilden sich Staus.  Wieder vorbei mit schneller als 130. Weil sie merken, daß hinter ihnen Wagen mit mehr Hubraum sind und der LKW auf einmal doch nicht soooo langsam ist. Was nicht schwierig ist. Meine Motorsäge hat mehr Hubraum als so eine Verkehrsberuhigungskugel.

Oder Heinz, dem Inge vom Beifahrersitz schon wieder hysterisch in den Ohren liegt, daß ab Tempo 95 die Reifen abglühen könnten. Da möchte man während der Fahrt aussteigen und einen Platten beissen. Da ist der Hubraum dann egal. Da sollte der Fahrer endlich seinen Rentenbonus beim ÖPNV ausspielen. Ich empfehle da meine Oma, die für einen Appel und ein Ei quer durch D Zug fahren kann.

Sowas bremst den Verkehr. Wir brauchen kein Tempo 130. Wir brauchen weniger Autofahrer. So ähnlich sah es auch die Annngella. Das kleine Schlupflidchen hatte einen lichten Moment und kam genau mit dieser Aussage den Quotensüchteln des SPD Parteitages zuvor.

Ich träume nun von meiner 8 spurigen Autobahn quer durch den Pott, die man mit 130 befahren muss…….pro Reifen.





Der Laborblog

28 10 2007

Gemaux muss versuchen aus seiner Schreibweise der dritten Person heraus zu finden.

Das wurmt den Gemaux in mir. Weil der Gemaux so etwas wie das Alter Ego ist. Der Gemaux wurde zum Beispiel bei seiner Inspirationsquelle gebannt. Temporär nur und auch der Verursacher des Schreibwutstaus ist nicht wirklich überraschend. Persönliche Antipathien sind anscheinend schon etwas Feines, wenn man zum Moderator eines Forums gekürt wurde.

Gemaux soll andere Benutzer beleidigt haben. Nun ist das so generell nicht unwahr. Der Gemaux beleidigt ziemlich oft Personen in diesem Forum. Der Unterschied ist, daß die meisten Empfänger die Beleidigung noch nicht mal registrieren würden, wenn man sie ihnen per ImPro-Vorstellung vortanzen würde. Neben durchaus auch gebildeten Personen, beherbergt dieses Forum auch eher das Prekariat der Intelligenz. Ja bei manchen getippten Aussagen fragt man sich ernsthaft, wie es dieser Mensch schafft, sich die nötigen Lebensmittel zum Lebenserhalt zu besorgen ohne direkt auf offener Strasse wie ein Pferd mit Beinbruch behandelt zu werden.

Ich glaube ja, dass für viele dieser Menschen deswegen die Ladenöffnungszeiten verlängert wurden, damit die Gefahr nicht so groß ist potentielle Amokläufer durch heftiges Auslachen zu produzieren. Wie dem auch sei. Dem Moderator sei sein kleiner Reichsparteitag gegönnt.

Ich bin ja dafür, daß man benachteiligte Menschen fördert. Und somit wäre das Angebot der Administratoren dieses Forums nur seiner geistigen Entwcklung, die gerade erst beginnt, abträglich. Haben sie mir doch angeboten, neben dem Zurechtstutzen des Betreffenden, die Sache rückgängig zu machen. Aber ich will diesem Jungen ja in seiner Entwicklung behilflich sein. Schlimm genug, daß er sich online mit einigen vollkommenen Sozialversagern abgeben muss. Sie fragen sich inwiefern Sozialversager?

Nun mit Leuten die allen Ernstes glauben, daß ein Pixelkonstrukt dem sie höhere Zahlenwerte verpassen sie zu „Pro’s“ des Lebens machen würde.

Nicht zu lange den Mund offen stehen lassen, das schädigt die Mundflora und führt zu Austrocknungserscheinungen. Es gibt wirklich solche Menschen. deswegen halte ich mich ja so gerne in diesem Forum auf. Weil es dort vor Patienten nur so wimmelt. Nicht alle, aber das ein oder andere Highlight ist schon dabei.

So komme ich wenigstens dazu andere Blogs zu lesen. Und eine Person fällt mir da besonders auf. So eine Person die ich nahtlos in die Riege der oben genannten „Nerds“ einordnen könnte. Der Herr Schack fällt ja eigentlich dadurch auf, daß er hervorragend bei jedem Artikel seine journalistischen Fähigkeiten ungenutzt lässt, indem er sich jedesmal sinnbildich auf den Bauch fallen lässt und mit krakeelender Stimme und Armen und Beinen zu trommeln beginnt, sobald einer nicht seiner Meinung ist und sich nicht auch spontan so sehr in ihn verliebt hat, wie er sich in sein Spiegelbild. Jeder Besuch auf der Seite lässt meine Augenbraue immer wieder in Höhe schnellen.

Ein anderes Thema über das ich mich auslassen wollte, wäre der Streik der Lokführer gewesen. Als direkt Betroffener. Also nicht im Sinne eines Bahnfahrers, dafür hasse ich den ÖPNV einfach zu sehr und bin zu sehr Individualist. Sondern aufgrund der Tatsache, daß die Autobahnen dicht waren. Und das alles nur weil eine kleine Randgruppe im Gewerkschaftskosmos endlich mal PR bekommt. Nicht das es einen Unterschied machen würde ob die Bahn nicht kommt. Tut sie eh -wenn dann überhaupt- nur unpünktlich. Und selbst dann sehen die Nahverkehrsabteile aus wie kurz nach dem Krieg. Also dem von 1870/71. Vielleicht sollten die Kunden mal dafür streiken, daß sie endlich von der Angst befreit werden, daß ihre Jacken und Hosen Gefahr laufen eine direkt Verbindung mit den Sitzbezügen einzugehen. Sozusagen eine symbiontische Beziehung. Wenn man denn einen Sitzplatz im Nahverkehrszug ergattern kann. Meist steht man ja eh nur im Müll der Jahrhunderte und versucht sich aufrecht zu halten in den Holzgeferderten Wagons. Ob Herr Mehdorn jemals Nahverkehr gefahren ist?

Und warum werden überhaupt nur die Nahverkehrszüge bestreikt? Fällt doch eh niemanden auf, daß der ‘Zug eine Stunde Verspätung hat. Wieso bestreiken sie nicht den Güterverkehr und den Fernverkehr? Weil die Lokführer da ja meist noch verbeamtet sind oder genügend Ausgleichszahlungen erhalten? Das passt der attention whore Schell von der GDL (Poetenalarm!) ja nicht ins Konzept. Lokführer sollen ähnlich entlohnt werden wie Piloten einer Luftfahrtgesellschaft.

Nun Herr Schell. Folgende Dinge unterscheiden den Lokführer von dem Führer eines Fluggefährtes.

- Ein Flugzeug bewegt sich im 3 dimensionalem Raum und verlangt von dem Bediener volle Aufmerksamkeit. Ein Flugzeug fährt nicht auf Schienen und auch in mehr als zwei Richtungen.

-Ein Flugzeug fliegt konstant schon so schnell wie ein ICE- nicht auszudenken was passieren würde, wenn ein Nahverkehrskutscher auf einmal 200 km/h schnell seiner Arbeit nachgehen würde.

-Ein Flugzeug wird von Leuten bedient, die mehr können müssen, als den Geschwindigkeitshebel vor oder zurück zu bewegen, sprich sitzen auf einem Arbeitsplatz der nur bedingt eine Automation zulässt. Im Gegensatz zu …

Aber Hauptsache erst einmal gut gebrüllt.

So. Versuch gescheitert. Immer noch keine Ahnung über was ich mal schreiben könnte.





Unglaublich…

21 10 2007

Der Gemaux hört ja neben Northern Soul, Ska, Funk, Dub, Rocksteady (Musik mit Blech drin) auch heimlich Klassik. Nicht professionell und gegen die Kulturprofis dieser Republik eher nur in der 89. Liga. Und ist auch völlig unkerlig noch nie im Theater bei einer Oper eingeschlafen. Dies fand ich in meiner Inspirationsquelle.

Dieser Link zieht mir die Schuhe aus. Mir fällt leider nichts weiteres mehr ein.

Mal ehrlich. Dieser Mensch verkaufte bisher nur Mobiltelefone und keinem ist das Talent aufgefallen?





Achtung Stock fällt!

17 10 2007

Mir ist ein Stock an Kopf geworfen worden, von dem ich zuerst dachte es wäre ein Ast mittlerer Güte und ich hätte den Helm vergessen.Entität sei Dank war es nur eine Aufforderung aus der Westernworld die mich nun sämtliche Hüllen fallen lassen lässt …äh…ja.

 hast du einen normalen Kasten oder z.B. einen begehbaren Kleiderschrank? Wie groß ist er?

Es ist ein begehbarer Kleiderschrank von minimaler Größe. In meiner Region würde man Kabuff dazu sagen. So macht es dann meist auch, wenn ich die Türen zubekomme. Momentan werden die 4qm von mir und von der mir durch das Schicksal zugewiesenen Weiblichkeit genutzt. Hinzu kommen Schuhschränke, Ablagen unter Bett und ein stummer Diener der auch schwer zu schleppen hat. Nach erfolgreichem Umbau und Entmisten kommt dann ein 3m breites und 2,2m hohes Monstrum zum Einsatz und die Kammer des Schreckens wird stillgelegt.

 wieviele und welche t-shirts sind darin?

 Eine Menge…..also, echt viele….so ca. ….20? alles dabei. Vom weißen T-Shirt für die kalten Tage als Hemdunterlage, über das farbige Druck-T-Shirt, bis hin zu Polo’s von Brax oder Fred Perry. Nur Longsleeves nicht.

 und wie sieht’s mit den tops aus?

Die von meiner Frau zähle ich nicht mit, aber irgendwo geistern noch ein paar Kaufsünden herum, die sich (s.o.) mit ihrem Dasein als Pufferzone zwischen Hemd und Körper begnügten.Dafür eine Menge Hemden, vorzugsweise Tischdecken. Also kleinkariertes Muster. Steh ich total drauf. Wenn Ben Sherman auch in meiner Größe in Deutschland verkaufen würde, wäre das meine Stamm-Marke

 wieviele und welche kleider?

 Keine. Außer die von ….nunja sie wissen schon.

 auch röcke?

 s.o. und ich bin auch noch nicht in Versuchung gekommen sie anzuprobieren. Obwohl…..so ein Kilt……

 wieviele und welche pullover besitzt du?

 Letzter Stand ohne Mottenkalamitäten waren 12 Pullover. Die meisten in dunklen Farben und mit V-Ausschnitt.

  und westen?

 Keine. Nada. Nicht eine.

 wieviele und welche jacken?

 
5 Jacken. Einen Mantel für den Winter in schwarz, zwei Harrington –eine beige eine dunkelblau. Eine Lederjacke im Blazerstil und eine M65 Jacke mit Aufnähern der letztbesuchten Scooterrun’s und herausnehmbaren Innenfutter.  Die  drei Anzugsakkos zähl ich hier mit?

 und mäntel? 

 Äähh.-…ja s.o. einen der sich ganz doll einsam fühlt.

 wieviele und welche jeans hast du?

 Nietenhosen im Moment 4 eine davon in Bluejeans, zwei dunkelblau verwaschen, eine in dunkelgrau

 auch andere hosen?

 Mehrere Anzughosen und Cargo’s, auch ¾ etc. und bei Touren eine Lederhose.

 wie sieht’s mit accessoires aus (gürtel, schals, etc)

 4 schwarze Ledergürtel, einen Schal, zwei Mützen, zwei Hüte (einen Schlapphut, einen PorkPie) zwei Paar Lederhandschuhe

 was ist sonst noch in deinem kasten bzw. begehbaren kleiderschrank?

 Motten, Wollmäuse, und viele zurückstarrende Dinge in Ecken in die ich besser nicht hineinschauen sollte.

 welche sind deine lieblings-klamotten?

 Alltime Favourites: Polo, Cargo, Sneaker

 was machst du, wenn dir etwas zu gross / zu klein geworden ist?

 Aufheben. Ich bin ein Wechselgewichtler. Gründe zum Aussortieren sind nur: Zu verbraucht..durch..

 knöpfe annähen etc. – machst du das selbst?

  ja.

 wieviele und welche schuhe hast du in deinem schuhschrank?

 Mehr als meine Frau und da ist alles dabei. Von Doc’s über Sneakers (Gola/Adidas) bis hin zum Lackschuh für den feinen Auftritt beim Kunden. Meist eher ¾ hohe als Halbschuhe. Auch robustes zum Wandern oder für den Zeltplatz.





Der gute Hirte

15 10 2007

Es gibt eine kleine Stadt in NRW, die liegt beschaulich an einem großen Fluss und ihre Bürger sind bekannt dafür, dass sie dem schnöden Mammon eine ganze Strasse vermacht haben.

Diese Stadt wird regiert von einem Mann, der von der Natur –zumindest im Gesicht- eher ignoriert wurde. Inwieweit das für seinen späteren LEbensweg ausschlaggebend war, bleibt jedem selbst überlassen.

Nun hat er es geschafft, dass ihn keiner ignoriert. Just zu dem Zeitpunkt als er die goldene Kette des Bürgermeisters an sich nahm, wurden auch schon alle Ämter mit ihm gewogenen Personen besetzt.

Völlig unwichtig, ob diese für die jeweiligen Dezernate geeignet waren. Sie gefielen dem Mann einfach und waren seine Freunde. Dieser Mann rühmt sich damit, dass er seine Stadt schuldenfrei gemacht hat. Lobenswert. Ernsthaft. Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär. Dann wär, pardon –ist, sein Schwiegervater Millionär. Und in Bezug auf die Art der Schuldenfreiheit auch das WIE.

Raten sie mal wer den Oberbefehl über die Bauaufsicht in diesem beschaulichen Städtchen hat.

Sie schlechter Mensch sie, welchen Eindruck machen sie sich bloß gerade!?

In dieser Stadt wimmelt es von Kuriositäten.

Da gibt es zum Beispiel einen kleinen Bezirksvorsteher, der nach jemanden benannt ist, der Wolltiere hütet. Dieser jemand hat wichtige Probleme. So stellt er zum Beispiel die Frage, ob man etwas gegen die Leute tun kann die sich damit beschäftigen Dinge aus Zement und Stein herzustellen. Kann es doch nicht angehen, dass der Gast einer Hotelkette mit Bezug auf das Meer, wenn er nach einem Meeting aus seinem Schallgedämpften Fenster sieht …(ich zitiere) eine “Neon-Unterhemd-Idylle“ sieht. Bei diesem Anblick würde ihm übel. Natürlich. Es ist gut nachzuvollziehen, dass ihm Anblick von Menschen die sinnvollen Tätigkeiten nachgehen übel wird. Wird dem Teufel ja auch beim Anblick totaler Unschuld übel.

Deren genaue Arbeit wichtiger ist, als seine komplette Partei mit Hang zu Schwedenfarben. Nun hat ihm sicher noch nie jemand erklärt, dass Bauarbeiter durchaus auch schwitzen bei ihrer Arbeit. Körperliche Arbeit lässt den Stoffwechsel Energie erzeugen und Energie äußert sich auch in Wärme. Der Körper hat ein eingebautes Kühlsystem und gleicht diese entstehende Hitze durch Schweiß aus. Der Bauarbeiter hilft beim Abkühlen, indem er sich schon mal der Oberbekleidung entledigt. Wie gesagt, dass alles passiert bei Menschen die hart arbeiten. Also verständlich, dass es für den sich beklagenden Menschen völlig unverständlich ist. Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht - heißt es ja als Sprichwort.

Wohlgemerkt, dieser Mensch wurde gewählt. Nun mag man es ihm zu Gute halten, dass er einer Partei angehört die eher nur durch Mitläufer und „nach-der-Fasson-reden“ auffällt. Da kann es schon mal passieren, dass einige Mitglieder sich bei Kleinigkeiten hervortun müssen um ihre eigene Existenz hervorzuheben.

Die Angestellten der Firma etwa die da gegenüber des Hotels ihrer Arbeit nachgehen wird es schnuppe sein. Die übrigens genau dasselbe machen, mit dem der Schwiegervater des regierenden Bürgermeisters mit Hang zur Weltherrschaft („andere Kommunen dürfen gerne meinen Rat einholen wie ich das gemacht habe“) sein Vermögen aufgebaut hat. Ob sich der beklagende Mensch da mal nicht in die Nesseln setzt?

Sind etwa Bauarbeiter die unter ihren Plastikneonwesten nur noch ein Unterhemd tragen so eklig? Gut ein verschwitzter Bauarbeiterkörper erfüllt selten die Norm des „Boomchikawahwahs“. Aber ich wage doch zu bezweifeln, dass Hotelgäste in Nähe des….Hafens nur wegen der Aussicht ein Zimmer dort gemietet haben. Hart arbeitende Geschäftsleute (wieder etwas Unbekanntes für den Hirten der Lämmer) haben tagsüber bestimmt keinerlei Muse den Bauarbeitern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Und ich bezweifle auch stark, dass einer dieser grobschlächtigen Männer in das Hotel wandert, schnurstracks auf einen Menschen im teuren Anzug zu geht und sich zum ihm an den Frühstückstisch setzt.

Aber was weiß ich schon von Politik, Wählergunst, Auftreten und Takt.

Schönen Wochenanfang, Ihr Gemaux





Bayern

13 10 2007

Bayern gegen den Rest der Welt

 

Sie sind schon ein komisches Völklein unsere Nordösterreicher.

Jahrzehntelang lassen sie sich von einer stotternden Figur regieren, die seine Frau in der Öffentlichkeit Muschi nennt. Ungeachtet der Tatsache, dass sich diese Person, die in die Fußstapfen ihres Protegés nie richtig hineinwuchs, aber sich über den Werteverfall bei Jugendlichen aufregte, die ihre Freundin Bitches oder Chicks nennen. Das ist natürlich ungleich verwerflicher als seine eigene Frau Muschi zu nennen.

Nun ist in meinem Lieblingsmagazin aus Hamburg dieser Person eine Menge Seiten als Abgesang gegönnt worden, weil er das Ruder an den Mann mit Nagetierphysiognomie und Verfolgungswahn abgibt.

Bei diesem meinem Lieblingsmagazin sind es die Leserbriefe, die einen so richtig in Schwung für den Wochenstart bringen.

Da schreibt zum Beispiel ein Herr D. H. aus der Weltmetropole Langensendelbach in Bayern – ich zitiere:

 

„Dass ihr dämlichen Nordlichter, die ihr nicht mal die zweite Lautverschiebung mitgemacht habt, euch allmählich nicht blöd vorkommt: Wenn ihr über Bayern berichtet, dann werden seit Jahrzehnten die gleichen Klischees verwendet. Unsere Politiker werden fast ausschließlich in Trachtenanzügen und mit abenteuerlichem Hutschmuck abgebildet. Wahrscheinlich wollt ihr Bayern als exotisches, hinterwäldlerisches Land desavouieren (=verleugnen -könnte mein neuestes Lieblingsfremdwort werden), ohne zu bedenken, dass hier eine exzellente Wirtschafts-Sozial- und Bildungspolitik gemacht wird, von der eure rückständigen, am Rande des Staatsbankrottes angesiedelten Fläche und Stadtstaaten nur träumen können.“

 

So, erst einmal sacken lassen. In der Klammer hab ich ihnen schon einmal den Begriff desavouieren gegoogled. Achja, den Namenszusatz Dr. habe ich oben vergessen

Nun ergibt die kurzzeitige Internetrecherche erst einmal einen sich im wahrscheinlich im Ruhestand befindlichen 66-jährigen Zeit-Leser, der gerne auf Kochduelle geht.

Soweit so niedlich. Mit seinen 66 Jahren vermittelt dieser gute Mann schon den Eindruck eines ver-alzheimerten Hobbycholerikers, der die Nachkriegsgeschichte beider Kriege irgendwie verdrängt hat. Sie ist ihm sozusagen abhanden gekommen. Wäre dem nicht so, hätte dieser beachtenswerte Mensch sich daran erinnern können, dass die Hauptexportartikel aus Bayern bis in die späten 60/70er aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Folklore und Personen mit Extremcharakteren bestand. Aber nicht aus Dingen die der Gesamtwirtschaft ausschlaggebend beigetragen hätten.

Aber fangen wir oben an. Er befasst sich mit Linguistik. Gut. Natürlich haben die Menschen oberhalb des Weisswurstäquators nicht die zweite Lautverschiebung mitgemacht. Brauchten wir unsere Sprachen ja auch nur minimal anzupassen. Anders als die Bergvölker, die sich mit langen aushöhlten Fichten verständigten oder sich beim Begrüßungstanz herzhaft auf Waden und Wangen schlagen. Deren gutturale Verständigung erst ab Franken verständlich wird.

Nicht umsonst liest man auf Schweinfurter Breitengrad von Norden kommend immer wieder folgende Warnschilder

„Achtung- sie verlassen die zivilisierte und deutsche Sprachzone“

Und natürlich bilden wir deren Politiker meist nur in Trachten ab. Erstens weil das unpeinlichere Bilder und Sendungen gibt als die Parteitage einer Partei die nur von umgerechnet 37% der bayrischen Bevölkerung gewählt wird. Und zweitens weil kein norddeutscher Politiker sich beim Bergbauern um die Ecke derart lächerlich verkleiden muss um an seine Stimme zu gelangen.

Weil Bayern doch zum Großteil aus Dörfern besteht in denen seltsame Bräuche abgehalten werden. Zum Beispiel der Brauch des „wir wollen in unserem Dorf bitte keine migrationhintergründige Personen haben“ Gut, der Immigrant, der etwas auf sich hält wird sich auch in eine Großstadt verziehen wollen. Weil sonst die Gefahr besteht, das total gebildete, wirtschaftlich und sozial integere Personen ihre Mistgabeln und Fackeln auspacken und ihn besuchen wollen.

Aber der Herr hat schon Recht. Es kommt soviel Gutes aus Bayern. Und da auch bei mir Godwin nicht unbedient bleiben darf, würde ich gerne auf postkartenmalende Penner aus München, juristische Glanzzeiten aus Nürnberg und wahnsinnige Könige deren Bauerwerke als Vorlage für Disney herhielten, verweisen. So als Schmankerl zum durch den Kopf gehen lassen. Als Kontrast dazu, was sich viele Besucher des Oktoberfestes jeden Tag durch den Kopf gehen lassen. Rein und wieder raus. Dies ist eigentlich das Einzige was man Bayern wirklich ankreiden lassen kann. Das der Rest der Welt nur den Eindruck von Deutschen in Lederhosen und mit Bier und Gamsbarthut hat. Dafür muss man sich schon bedanken bei den Bayern. Und den Hut ziehen. Den modischen. Nicht den aus den Loden.

Wobei das mit der Bildung zumindest für Herrn Dr. D. H. aus Langensendelbach anbei vorbeigekommen ist. Obwohl….nein, zumindest kann sein Leserbrief immer noch als Beweis dafür dienen, daß manche Doktorarbeiten nur auf Fleiss beruhen und nicht auf Intelligenz und Bildung.





Der Ehering

1 10 2007

Ein Ring sie zu finden…..

Der Tolkien, der schlimme Finger, hatte bestimmt an eine schlecht laufende Ehe gedacht als er weiter dichtete.“ Ins Dunkel zu treiben, auf Ewig zu binden“. Es gibt Situationen im Leben eines Mannes, da gelangt man schnell auf diesen Gedanken glaube ich.

Mir öffnen sich kleine Schaulöcher in diese Gefühlswelt, wenn ich mit meinen Freunden zum „Stammtisch“ gehe. Mittwochs meist, weil dann die Musik lauter ist in unserem Roadstop Cafe/Bar/Grill. Und natürlich das Publikum exquisiter. Da gibt sich dann die High-Society und deren Fans die Ehre. Sehr beschaulich, wie all die meisten Jungs nur Opfer einer Zeitschrift sind, die auf ihren Titelblättern seit Jahren nur zwei Schlagzeilen hat.

„Waschbrettbauch in 2 Monaten!!! egal wie gross der Speckmantel ist!!“ und “ so kommt sie 40 mal in 15 Minuten.“

Sie haben es vielleicht gemerkt, ich meine die Männer Gesundheit. Meine These ist ja, dass die Redaktion aus, entweder, aus Frauen umgewandelten Männern besteht, oder die da gezeigten Männer nur die Ehemänner der Redakteurinnen der Brigitte sind. Denn so liest sich Deutschlands (laut Selbstauskunft) grösstes Männermagazin.

Ich gebe zu -ich war zum Erst-Erscheinungstermin dieses Blättchens ein Abonnent. Früher las ich „Tempo“ und nach der Einstellung dieser genialen Zeitschrift sass ich als Mann zeitgeistmässig auf dem Trockenen. „du liesst dich nur betören, um irgendwas zu hören“ singen die Fantas. Bei mir wars dann das Lesen. Für den Spiegel fühlte ich mich noch zu jung und zu oberflächlich. Der Playboy war langweilig. Dann kam MH und die Welt war wieder in Ordnung. Wobei ich mich damals schon fragte, wo man die 48 Stunden Tage buchen kann, um jeden Tag hart zu arbeiten-trainieren-ficken. Und das bis ins hohe Alter. So wird es propagiert. Das stresste mich dann zu sehr und bot zuviel fürs Spiegelbild, aber zuwenig für meine Augen und meine Fantasie. Seitdem greife ich ab und zu zu der FHM.

Erst letztens wurde so eine MH-Luftpumpe wieder schön abserviert von einer gestandenen Frau mit Kind. Die Freundin meiner Frau und unsere Trauzeugin hatte sich von ihrem Extremfall-Mann verabschiedet, in einer Nacht und Nebelaktion zogen wir sie aus ihrer Wohnung heraus.

Dann lachte sie sich einen Fotografen an. Typischer MH Leser. Anfang 40, schlank durchtrainiert, kulturell sehr auf dem Laufenden und nicht unvermögend. Noch dazu kinderlieb und auch direkt von ihrem“Zappelphillip“-Syndrom befallenen 10 jährigem Sohn akzeptiert. Weil er Beetle Cabrio fuhr. Da piepte zu erst mein Echolot für die menschlichen Tiefen auf.

Ein Mann fährt definitiv kein Beetle Cabrio. Egal ob der in schwarz und mit beigefarbenen Ledersitzen ausgestattet ist. Selbst eine Zigarre in der mitgelieferten Vase macht einen Beetle nicht zu einem männlichen Auto. EinNewBeetle vermittelt keine Männlichkeit. Dieses Auto spielt mit dem Kindchenschema! Damit kann Mann nix anfangen. Es sei denn er wohnt in Köln.
Die ersten paar Wochen hatten die beiden wohl auch herbe Schwierigkeiten in Sachen Sex. Gut das es für solche Totalausfälle blaue Pillen gibt. Vor der Erfindung dieser Pillen wäre so eine Lusche komplett aus dem Genpool und all seinen Amusements heraus katapultiert worden. Emanzipation sei Dank gibts nun auch für solche Nieten einen Grund weiter auf Frauenschau zu gehen. (Eventuell auch ein Grund, warum Emanzen gerne Weichmännchen haben wollen?)

Wir sitzen also im Roadstop bei unserem Bier und dem halben Schwein als Fingerfood in Sparerib-Form vor uns und ich denke bei mir, daß ich selbst wenn ich es wollte, nicht verbergen könnte, daß ich verheiratet binund MH noch nicht mal mehr in der Tanke im Vorbeigehen beachte. Selbst das noch so kleinste Blödchen schaut immer noch als ersts auf die rechte Hand um zu schauen, ob da ein goldener Ring sitzt.

Sowas checken Frauen anscheinend genauso schnell, wie wir Männer instinktiv die Form der Brüste abschätzen können, selbst wenn sie verpush-upped sind. Wenn ich den Ring abnehme, hat dieser sich schon eine Rille in den Finger gefräst. Selbst jetzt wo ich den Ring ohne weiteres leicht vom Finger ziehen kann.
Also die Haut ist deutlich heller und glatter in dem Bereich wo der Ring sitzt. Abgesehen von der Schwiele die sich auf dem Handballen am Ringfinger gebildet hat.
Dann schau ich mich um in dem Ladenund blicke auch mal auf die Ringfinger der rechten Hand bei den stylischen Typen die irgendwie alle so uniform wie der impotente Fotograf ausschauen und entdecke …nichts. Von denen ist garantiert keiner verheiratet.

Aber warum machen die alle den Eindruck, daß sie auf der Suche nach der ultimativen Frau sind? Ändert die MH neuerdings da jeden Monat die Richtlinien, oder warum kann sich keiner von denen binden? Oder will? Könnte ja im nächsten Monat schon wieder out sein, die Gute. Oder hecheln sie der Quotenerfüllung hinterher? Jungs, wenn die erste Million zu schwer ist- fangt doch direkt mit der zweiten an. Dann braucht ihr euch auch über den Waschbrettbauch keine Gedanken mehr machen, denn dann kommen die Weibchen die sowas für das Allerwichtigste halten und in der MH favourisiert werden von ganz allein.

Vielleicht mache ich auch einfach nur etwas falsch, daß ich diesen ganzen Maximen nicht folge und entspannt vor mich hin lebe. Wer weiss das schon. Sie?

Grüßend und schönen Wochenanfang wünschend.

Gemaux