„Ich bin mir nicht sicher was verbrecherischer ist- eine Bank auszurauben, oder eine zu gründen“ So oder so ähnlich soll es der nette alte Grandsegnieur der Finanzwelt mal ausgedrückt haben. Wer? Ach so, Verzeihung, der Herr Greenspan soll diesen Ausspruch getätigt haben. Nach oder vor Herrn Brechts Berthold? Man weiss es nicht.
Der ehemalige Chef der US-Notenbank war schon immer für markige Sprüche gut und beschert der Nachwelt einen immensen Fundus an denkwürdigen Zitaten. Auch seine Prognose über diese Pappmaché-Produkte der Banker und Finanzkonstrukteure in Sachen Immobilien haut kräftig rein. Zumindest ins Fundament auf dem sein Mythos versockelt ist.
Zum einen bei den betroffenen Personen, die ihren Kredit früher so sicher bekommen hätten, wie einen Lottogewinn. Die stehen nun ohne Haus und ohne die Aussicht auf ein Weiterleben fernab von Kartonagen da. Und weil diese Pakete so innovativ galten in Finanzkreisen, schlug jeder Dividendenjunkie zu und kaufte. Und nun bewahrheitet sich wieder folgende Weisheit die sich aus Millionen Märchen-Geschichten-Drehbüchern ergibt: Das Böse frisst sich immer selbst.
Da der Brocken aber so dick ist, geht das natürlich nur schrittweise voran udn leider nicht in einem Happen. Dem Ackermann und seinen Kollegen verhagelt es die Prognose für 2008. Obwohl ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen kann, wie jemand so betriebsblind werden kann. So wie ich mir den Abschreibungsbetrag nicht mehr visualisieren kann. Wertberichtigung nennt man so etwas in Finanzkreisen, wenn sie die Buchhaltungskonten ausgleichen. Damit Soll und Haben wieder harmonieren, müssen die Abschreibungen dieses Jahr wegen dem letzten Jahr etwas –nur ein klitzekleines bisschen- aufgebohrt, bzw. aufgeblasen werden. Nach der „New Economy Blase“ wo die Banken soviel Ahnung vom Internet hatten, wie ein Fisch vom Fahrradfahren folgte nun ein weiteres „1,2 oder 3 “ auf dem Parkett. „…denn PLOPP heisst Stop“
Das der so sicher geglaubte Immobilienbereich eines Tages mal platzen würde, sahen einige, aber halt nicht die, die sich für die Koryphäen der Finanzwelt halten und ein Geschenk der Natur an die Wirtschaft. Nun dürfen sie in Sackleinen erscheinen und als erstes jeden Morgen vor dem leckeren Macchiato den Nacken frei machen und sich ihre Tagesration Schläge abholen und dann diese blödsinnige Modeerscheinung des Cappuccinos im Glas ohne Henkel auch noch ohne Serviette anfassen und sich erst einmal herzhaft die Flossen verbrennen. Der letzte Satz beinhaltet sehr viel Wunschdenken meinerseits. Und zuviele UNDs
Schauen wir uns die Entwicklung an und hoffen wir alle, dass wir nicht auf die irrsinnige Idee kommen so etwas Ominöses wie eine Fettschmiede (Imbiss) oder einen Kiosk eröffnen zu wollen, denn wer schon mit dem Nachfolgegrunzerguss der Banken als Reaktion auf die NewEco-Blase ( Basel2) zu kämpfen hatte, wird demnächst wahrscheinlich NOCH weniger Kredit bekommen. Weil man ja selber so wenig Ahnung von der Finanzwelt hat.
Das ist auch ein Paradoxon welches ich nicht ergründen kann: Menschen, die auf Papierprodukte hereinfallen und es schaffen zig Milliarden zu verspielen, weil sie im guten Glauben auf ihre (im Nachhinein) dann doch nicht so guten Finanzfähigkeiten sich für Innovatoren ind Dividendenschnapper halten, wollen andere Menschen bewerten und beurteilen die Ideen, welche sich meist mit den Grundvoraussetzungen des Lebens befassen wollen (Fressen, fi**en, Saufen) wie unlösbare Probleme, die garantiert schief gehen.
Ich hab da eine Geschäftsidee, die hört sich so illusorisch an, ich glaub ich fahr nach Frankfurt und such mir einen Banker. Die meisten kann man ja augenscheinlich eh mit der Hand fangen. Die fallen doch auf alles herein.
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