Im Hamburger Lieblingsmagazin des Gemaux stand ein kleiner Artikel über den weltweiten Wasserverbrauch, der besonders von den Industrienationen nach oben getrieben wird. Auch die Bild nahm sich dieses Themas an.
So verbrauchen wir zum Beispiel allein rund 360 Liter sauberes Wasser nur beim Frühstücken.
Soweit -so einseitig. Wieder einmal hat ein bekennender Vegetarier dafür gesorgt, dass dem Gemaux die Schinkenwurst im Halse schwerer herunter ging. Was haben die Pflanzenfresser nur immer gegen die Allesfresser?
Natürlich verbraucht man bei der Herstellung eines Frühstückseis Wasser.
Die Hühner wollen schliesslich trinken. Das Futter besteht (wie fast alle „lebenden“ Kohlenstoffverbindungen) auch zu einem Grossteil aus Wasser. Sogar der Mensch – man lese und staune- soll aus einem nicht geringen Teil aus Wasser bestehen. Sagenhafte Erkenntnisse. Da machen sich ernsthaft Menschen Gedanken darüber, wieviel Wasser wohl bei der Produktion von Lederschuhen verbraucht wird. Frischwasser natürlich. Also reines Wasser aus dem Grundwasser oder aus klaren Bergseen. Phänomenal. Natürlich wird Wasser knapp. Und Gottseidank, gibt es in irgendeinem verstaubtem Forschungstrakt auf der Erde Wissenschaftler, die kein interessanteres und nützlicheres Forschungsgebiet als den Verbrauch von Wasser statistisch belegen wollen. Und direkt mit der Keule ausholen, dass der Mensch zuviel Fleisch ist. Zumindest die wohlhabenden Industrienationen.
Gemaux bekommt ein dermassen schlechtes Gewissen, wenn er sich ein Steak reinmümmelt, dass ihm auch noch der letzte Bissen vergällt wird. Fleisch verbraucht nicht nur Wasser, NEIN, Fleisch produziert auch noch Methan! Die Menge der pflanzenfressenden Nutztiere in der wohlhabenden Welt soll drastisch reduziert werden. Der Ausstoss an Methan durch satte Schafe, Ziegen und Rinder trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass die Erde sich erwärmt.
Das bringt den Gemaux auf eine krude Phantasie. Denn der Gemaux inhaliert auch mal gerne Schweinefleisch und Geflügel. Das irgendwie nicht in der Gasstatistik berücksichtigt wird. Udn was machen die ganzen Moslems die nur die oben genannten Fleischlieferanten verzehren dürfen. Neben Fisch und Geflügel. Und Fisch frisst er auch gerne. Also der Gemaux.
Allein der letzte Urlaub, den Gemaux mit seinem Diesel angetreten ist, liess Gemaxens Fischkonsum in ungeahnte Höhen schiessen. Mindestens einmal Tag pflanschte er sich ein Fischbrötchen oder einen Hering rein.
Zurück zum Wasser. Der Gemaux lernte in der Vergangenheit, dass Wasser wie Energie eigentlich nicht verbraucht, sondern nur in anderer Form auftritt. Denn die Begriffe: Verdunstung, Regen und Versickern werden irgendwie nicht mit in die Studie einbezogen. Oder vielleicht hat der Polemikkönig Gemaux sie auch nur überlesen.
Fangen wir doch klein an. Ein zartes Pflänzchen spriesst aus dem Boden und trägt den Gattungsnamen Weizen. Dieses Gewächs, welches sich anmutig im lauen Sommerwind reifend wiegt, bezieht während der Wachstumsphase bis zur Erntereife Wasser aus dem Boden. Gutes, ehrliches, reines Trinkwasser. Frisch gefiltert durch Bodenmikroben und Erdschichten. Das böse Pflänzchen. In Verbindung mit der Bindung von Kohlendioxid ist daran erst einmal nichts verwerfliches. Wenn auch noch auf künstlichen Dünger verzichtet wurde, hat es den Segen aller Bioland-Fanatiker. Weil sich daraus vortreffliches Müsli machen lässt und Biobrot.
Nun wird das Pflänzchen, wenn es reif ist, abgeerntet. zwischendrin hat es einen Grossteil des Wassers ja schon wieder verloren. Pflanzen schwitzen. Fantastisch, oder? Pflanzen sondern Wasser oder Säfte ab um dafür zu sorgen, dass die eingebauten Kohlenstoff-Sonnenlichtrezeptoren bei der Photosynthese nicht verbrennen. Zu beobachten in heissen Monaten unter jeder Linde/Ahorn/Eiche, etc. Die ersten Milliliter Wasser werden also schon mal an die Atmosphäre weitergegeben. Nun wird das Korn verfüttert an …nehmen wir ein Huhn. Das Huhn (streng biologisch aufgezogen) wird nicht mit Futterersatz aus Fischmehl oder Ähnlichem aufgepäppelt. Sondern es scharrt sich einen wässrigen Wurm, pickt ein wasserbrauchendes Körnchen, freut sich seines Lebens und bedankt sich dafür mit einem Ei. Dieses Ei besteht auch aus Wasser. Innen zumeist. Welches der Mensch dann isst.Zwischendrin muss es Überschüssiges und für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen nicht mehr Akzeptables ausscheiden. Die vorhandene Flüssigkeit in den kleinen stinkenden Haufen verdunstet oder sickert ein. Wo es dann Mikroben und Insekten zur Weiterverwertung dient. Der Mensch futtert das Ei und ab und zu auch das Huhn. Das in der Nahrung gebundene Wasser wird neben dem morgenlichen Kaffee irgendwann wieder über die Nieren ausgeschieden, oder über die Poren verdunstet. Soweit so logisch.
Wunder der Natur…… der Mensch gibt das Wasser an die Umwelt zurück. In abgewandelter Form zwar, aber immerhin. Nun ist das Wasser nicht futsch. Sondern erst einmal nicht mehr Sauberwasser sondern halt….Pisse. Oder Schweiss. Und wenn ein Mensch stirbt, gelangt sogar das Zellenwasser zurück in den Kreislauf.
Der Gemaux konnte das während seiner Zeit im Wald gut anhand eines Menschen sehen, der sich über das Wochenende dazu entschloss, einfach mal so richtig abzuhängen. Mit einem Abschleppseil von einem Eichenast. Vorher musste der Mann viel Durst gehabt haben. Wir fanden mit der Kripo einige Bierflaschen und sogar fast reines Wasser mit hohem Alkoholgehalt in Form einer Flasche Wodka. Unter der Leiche hatte sich ein grosser nasser schwarzer Fleck gebildet. Der stank zwar, aber die Herkunft war definitiv flüssigen Ursprungs.
Wo geht das Wasser hin? In die Atmosphäre zum Einen. Wie wir in Mitteleuropa fast regelmässig bewundern können, wenn man mal wieder in der Bude hocken muss, weil es draussen schüttet wie aus Eimern. Dann versickert es im Boden und gelangt ins Grundwasser. Dort kommt ja das saubere Trinkwasser her. Kreis geschlossen, also.
Aber nein, das Wasser ist erst einmal Vegangerpropaganda-gerecht futsch. Wenn es nach den Wissenschaftlern geht.
Manchmal fragt sich Gemaux wie langweilig einem Menschen wie Tony Allen aus London sein muss, um darüber Berechnungen anzustellen.
Also, ab heute isst bitte keiner mehr Fleisch sondern sorgt nur noch für pflanzliche Nahrung…obwohl…es ist ja erwiesen, dass der Mensch an Gehirnmasse zulegte, eben weil er sich Proteine einverleibte die er auch noch durch Garverfahren wie Grillen und Kochen leichter verwertbar machte. Wenn also unser Gehirn Fleisch benötigt um zu wachsen, dürfen wir uns nach Herrn Allen wohl wieder auf dumpfes Grasen und Pflanzen mümmeln einstellen.
Wenigstens fallen dann solch dämliche Studien weg. Weil sich keiner mehr Gedanken machen kann. Und hoffentlich fällt dann auch RTL weg.
Müslimischend
Ihr Gemaux
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