Sag zum Abschied leise Servuas

12 10 2008

Es gibt ein Kondolenzbuch für den Haider Jörg. Kondolenzbücher an sich und im Besonderen das des Herrn Haider findet der Gemaux ja schon…..grenzwertig. Wie trägt man zum Beispiel bei eben jenem seine Kondolenz ein? Der Gemaux ist Rechtshänder und könnte mit links gar nicht schreiben. Ist das von Rechts-wegen okay? Und wen interessiert die Kondolenz eines völlig unbekannten Menschen? Doch bestimmt nicht die Angehörigen.

Und wer sieht da nach dem Rechten? Also abgesehen von den Linken, die bestimmt gerade ein total demokratisches Happening auf dem Friedhof planen um zu kontrollieren, dass Haidi auch recht pietätvoll unter die Erde gelangt? Kommt der Herr Haider auf die rechte oder die linke Seite des Friedhofs?

Genug der infantilen Spässe. Manch einer mag sagen (besonders aus dem rot bepustelten linken Lager )“Das Schicksal ist mit uns!!“ oder „Es gibt einen Gott“. Aber der Gemaux steht dem Ganzen eher….sachlich gegenüber.

Er war zu schnell, er hat bei miesen Witterungsbedinungen überholt. Er hat volles Risiko gefahren und leider verloren.  Wäre er seiner begrenzten Weltanschauung gerecht und damit rechts geblieben, würde er das ihm hörige Bergvolk immer noch mit grenzwertigem braunem Auswurf beglücken können.

So ist das nun mal im Leben. Oder in dem speziellen Fall dann im Ableben. Zu schnell, die Karre nicht im Griff…so ein Phaeton wiegt nun mal etwas mehr und lässt sich nicht wie ein Porsche steuern…und schwupp spielt man Billard auf der Landstrasse. Gesetzt, gespielt, verloren. Selber Schuld, Herr Haider.

Nun Tränchen zu vergiessen empfindet der Gemaux schon als sehr heuchlerisch. Aber es soll ja Leute geben, die so einen Eintrag als wichtig empfinden. Gut, wenn die eigene Existenz schon so unwichtig geworden ist. Schert sich nur spätestens Ende nächster Woche keiner mehr drum…

Schönen Wochenanfang wünscht,

Gemaux





Hai- der rollte aber toll…

11 10 2008

Der Haider ist weg.

Also von der Bildfläche. Hat mit seinem Auto eine Judorolle versucht und vergessen den Schwung durch Abklatschen zu kompensieren. Das ist ihm dann so zu Kopf gestiegen, dass er das Zeitliche gesegnet hat.

Zumindest aus der Ecke kommt aus Österreich nun keine Gefahr mehr für die restliche Welt. Dem Gemaux ist dieses Bergvolk ohnehin suspekt. Obwohl er einige Österreicher kennt scheint nur die zugezogene Randbevölkerung der ehemaligen K&K-Monarchie bei vollem Bewusstsein zu sein.

Nicht nur, dass sie mehr oder weniger direkt für zwei Weltkriege eine Hauptlast tragen, oder damit zu tun haben. Nein auch wirtschaftlich wird schnell reagiert, dem grossflächigeren nördlich gelegenen Staat das Wasser abzugraben. Stichwort Erbschaftssteuer.

Sie sind schon ein seltsames Völkchen. Immer gerne dabei spontane Versteifung in den rechten Oberarmmuskeln zu haben, aber selten wenn es um das Ausbaden der Ergebnisse geht. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Küstenaffinität des Gemaux, dass er alles unterhalb des Weisswurstäquators (also ziemlich genau die südliche Stadtgrenze von Frankfurt a. M. ) mit einem argwöhnischen Blick verfolgt. Berge sind nicht gut für die Menschen. Sie lassen die Menschen nicht entspannt zum Himmel schauen, ohne dass man den Kopf in den Nacken legen muss. Die Leute sprechen komische Dialekte und sind auch sonst eher….seltsam. Wie man an der CSUführungsriege erkennen kann.

Nun ist ein Rechter der deutschsprachigen (Gemaux bezweifelt immer noch , dass Bayern und Ösis wirklich Deutsch sprechen) Populismusfraktion ums Leben gekommen und der Gemaux mag nicht bezweifeln, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Sondern eher mit Linken.

Aufmerksam weiter verfolgend,

Gemaux





Fundamental

9 10 2008

Der Gemaux kommt einigermaßen viel rum im Ruhrgebiet. So fuhr er neulich durch Duisburg. Marxloh. Oder war es Beeck? Die Hauptstraßen dort gleichen sich mittlerweile so sehr, dass Gemaux schon einmal durcheinander kommt.

Just als er so vor sich hin sinnierend hinter dem Steuer seines Mietwagens saß, fuhr vor ihm ein Van japanischer Bauart. Auf der Rückseite prangerte ein Aufkleber der einem den Eintritt ins Paradies verkündete. Soweit so lesbar. Nur die Koransure darunter war für den, der arabischen Schriftzeichen nicht mächtigen, Gemaux leider unlesbar. Hatte er den Koran doch nur in der deutschen Version gelesen.

Es gab eine Zeit, da interessierte es den Gemaux, warum soviele Menschen sich von „Unternehmensleitlinien“ so…..leiten lassen. Abgesehen von der Tatsache, dass die drei Hauptbroschüren der großen monotheistischen Religionen sich ziemlich gleich lesen. Wobei Gemaux sich nicht des Eindrucks erwehren konnte, dass Mohammed sich ziemlich viel aus altem und neuem Testament geborgt hatte und Füllmaterial für seine damalige Zeit hinzu verfasste. Überhaupt gelangte der Gemaux zu der Einsicht, dass alle Hauptdarsteller in den Büchern eigentlich nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort, das Richtige gesagt haben. Moses, als er die Israeliten aus Ägypten lockte. Jesus, als es den Menschen wegen der römischen Besatzung dreckig ging. Luther, als es den Menschen wegen der katholischen Prozedurregelung und Religionsausübung dreckig ging. Und Mohammed, weil es den Menschen im arabischen Raum an Sinn mangelte. Nun wäre es sehr ironisch, zu sagen, dass ein kleiner Österreicher eben genau diese Wirkung auch auf ein Volk hatte und es zu fast gänzlichstem religiös anmutenden Fanatismus verleitet hat und somit garnicht so weit weg von den anderen genannten Personen eingeordnet werden könnte.

Egal worin der Gemaux gerade blätterte, immer wieder wurde der Eintritt ins Paradies versprochen. Nur der Weg dahin unterscheidet sich laut den Heftchen. Wenn auch nur minimal. Im Talmud ist es ein gottgefälliges Leben. In der Bibel ist es ein tolerantes Leben mit Nächstenliebe welches gottgefällig sein soll. Die Quintessenz daraus bildet der Koran.

Wie der Gemaux nun so hinter diesem Van herfährt, vergleicht er die Religionen. Oder vielmehr ihre heutigen Auslegungsarten. Die Christen mit ihrem Himmelskomiker in Rom und dem jeweiligen Kanzelkaspar in den einzelnen Dependancen in jeder kleineren Ansiedlung der westlichen Welt haben das Showkonzept perfektioniert. Viel Brimborium drumrum und wo es früher vor der Christianisierung für jede Kleinigkeit einen zuständigen Gott gab, gibt es – als Ersatz sozusagen- zumindest bei den fundamentalen Katholiken einen Heiligen. Also eine Person, die für den Glauben auf eine einmalige Art und Weise gelebt hat oder gestorben ist- in der dunklen Zeit christlicher Geschichte. Bei Juden und Christen ist das Paradies ein Ort der vollkommenen Glückseligkeit. Der Koran setzt noch einen drauf und verspricht jedem, der für den Glauben oder seine Verteidigung gestorben ist, nicht nur ein Penthouse im Himmelshotel sondern obendrein auch noch eine Menge Hostessen zur freien Verfügung dabei.

Wen verwundert es da, dass diese Aussicht dann hier auf Erden für eine Bombenstimmung unter den jeweiligen Anhängern sorgt. Was alle drei Religionen eint, ist die Tatsache, dass ihre glühendsten Verkünder eigentlich nur selten mit gutem Beispiel voran gehen. So war es zur Zeit der Kreuzzüge Usus, dass der Prediger zwar lauthals krakeelte, aber selten selber zum Schwert griff und in die erste Reihe rannte. Und nicht anders ist es heute, wenn die bärtigen Turbanträger zwar immer anderen dasParadies versprechen, aber irgendwie selber so überhaupt keine Motivation haben jenes aufzusuchen. Komisch ist das schon. Aber nicht verwunderlich, denn so war es schon immer. Leute, die am meisten tönten liessen meist kein Handeln erkennen. Oder anders: Sind eben alles nur Labertaschen.

Genauso heute. Unbelesene Analphabeten werden gerne mit dem Spruch “ hast nix, kannst nix, wirst nix-dann sorg wenigstens für dein Seelenheil“ dazu angetrieben sich einen Nobelproduktgürtel um den Bauch zu binden und auf den Auslöser zu drücken. Zumindest im Grenzland zu Pakistan. Dabei würde eine Schule so viel mehr bewirken.

Diese extreme Stimmung ist bei den Christen mittlerweile verraucht. Aufgerieben sozusagen in den Glaubenskriegen. Uns Romratze hat ja unlängst wieder klargestellt, dass eigentlich nur die orthodoxe Glaubensrichtung eine zusätzliche christliche ist und die ganzen Protestanten nur fehlgeleitete Schäfchen sind. Drohbriefe von fundamentalen Katholiken an einen evangelischen Pfarrer, der ein gut gedachtes- aber mies umgesetztes Liedchen an den Vatikanchef dichtete, lassen einige gemäßigte Christen schon kopfschüttelnd Vergleiche mit den Taliban ziehen. Sozusagen dann Katholiban. Man merkt förmlich, wie sich eine Wolke von Dumpfheit um den Schädel eines Erzkatholiken bildet, die angefüllt ist mit Glauben. Glauben heißt ja „nicht wissen“.

Man braucht dazu nur mal über den Teich zu schauen und sich die fundamentalen Christen im Amiland anzuschauen, um deutlich zu erkennen, was der Glauben anrichten kann. Da glaubten viele, dass ein 500. 000 Dollar Haus sich mit einem Jahreseinkommen von 16.000 Dollar erwerben lässt. Hätten sie gewusst, dann würden sie heute nicht Gott anflehen, weil sie obdachlos sind.

Oder das die Schöpfung nur 7 Tage gedauert hat. Obwohl das Wissen mittlerweile für jeden zugänglich ist, der den Entschlüsselungscodes Lesen inne hat und über Internet verfügt.

Für den Gemaux steht fest, dass Religion nicht seins ist. Denn Gemaux weiß mittlerweile einfach zu viel. Manchmal wünscht sich Gemaux sogar im tiefen Inneren eine Welt ohne Internet. Denn dann könnte er auf die totale Glückseligkeit warten und bräuchte für alles was schief geht, nur den Satz “ Gott wird sich etwas dabei gedacht haben“ denken und mit leicht debilem Grinsen vor sich hinvegetieren.

So fährt der Gemaux lieber mit debiler Einstellung weiter seine Touren und kommt auf dumme Gedanken.

Grüßend

Gemaux