Auf Grund…

27 11 2008

Folgenden Ausdruck bekam der Gemaux unlängst von seinem Haus und Hof Geldinstitut:

„Aufgrund der momentanen Wirtschafts- und Finanzsektorlage erlauben wir uns die Zinsen für vereinbarte Dispositionsrahmen auf 14,25% p.a. und für ausserplanmässige Überziehungsbeträge auf 19% p.a. zu erhöhen“

Sofort stahl sich ein Schmunzeln auf Gemauxens Lippen. Denn der Gemaux ist seit geraumer Zeit Kunde der Ackermannschen Bank.

Nun stellt sich dem Gemaux folgende offensichtliche Tatsache dar.

Herr Ackermann war einer der Hauptakteure, die den „Rettungsfonds“ als Erste Hilfe Paket für notleidende Banken ins Leben gerufen haben, wenn deren Eigenkapitaldecke zu gering wurde.

Nun ist grundsätzlich an der Idee ein Bankhaus mit staatlicher Hilfe zu retten nichts verkehrt. Auch der Polemikkönig Gemaux weiss, dass es mehr Schaden verursachen kann, wenn eine Bank insolvent wird, als wenn diese mit staatlicher Hilfe gerettet wird.

Großzügig verzichtete der Herr Ackermann auf einen Teil seines diesjährigen Gehalts. Oder zumindest seiner Zulagen. Kunststück, denn durch die Finanzmisere wären seine Boni eh nicht so hoch ausgefallen, wie er sie am Anfang des Jahres wahrscheinlich errechnet hat. Keine Zielerfüllung- keine Boni.

Da hat der Schweizer zumindest mal auf seinen PRberater gehört. Gleichzeitig stellte er klar, dass es faktisch unter seiner Würde wäre, die Staatshilfe anzunehmen. Moment….. stellte sich Herr Ackermann nicht unlängst vor die Kameras und bekannte reumütig, dass seine Aussage beim Vodafone-Skandal- „der Staat hat sich gefälligst aus den Bankgeschäften heraus zu halten“ -eventuell doch nicht so richtig gewesen ist?

Was denn nun?

Eins ist dem Gemaux von vornherein offensichtlich. Wenn der Oberhäuptling der Deutschen Bank sagt, dass er keine Staatshilfe bräuchte, der Gemaux aber dann solche maschinell erstellte Schreiben in der Hand hält, wird einiges klar. Dem Gemaux zumindest. Der Herr Ackermann will gar nicht über den Umweg „Steuergelder“ an dem Ausgleich seiner dato miserablen Bilanz arbeiten. Er will es direkt von den hauseigenen Kunden haben. Und da natürlich wieder von denen, die am Ende des Geldes meist noch etwas Monat über haben. Schlaues Kerlchen.

Das alles wäre nicht verwerflich und mit einen Geruch behaftet, der klar denkenden Menschen die Tränen in die Augen treibt. Wenn die Krise nicht hausgemacht wäre. Genau wie Commerzbank, Hypovereinsbank wollte auch die Deutsche Bank auf den Zug der CDS aufspringen und das grosse Geld machen.

Wir erinnern uns….. In Basel wurde ein Abkommen abgeschlossen- nach dem Platzen der IT-Blase-, dass Kredite fortan einer besonderen Absicherung bedürfen. Ab diesem Zeitpunkt war es für Menschen mit Ideen, die ihnen zu einem selbstständigen Leben verhelfen könnten, noch schwerer das notwendige Startkapital zu erlangen. Zum einen stand die mannshohe Hürde „Verständnis von realwirtschaftlichen Zusammenhängen“ bei Bankern vor dem Bittsteller. Zum anderen wurde diese Hürde noch mal mit der BASEL II-Mauer erhöht. Zig geplatzte Kredite für unlautere Start-up Unternehmen im IT-Bereich hatten dafür gesorgt, dass der Banker noch fester den verlängerten Rücken auf den Geldsack presste. Der Sack.

Gleichzeitig mussten aber Wege gefunden werden, um sich selber weiterhin buckellustig Geld von anderen Banken leihen zu können. Dies ging auf dem bisherigen Wege nun nicht mehr. Aber der Finanzjongleur wär nicht so einer, hätte er nicht ein Schlupfluch offen getan.

Die sogenannten Derivatgeschäfte sorgten nun dafür, dass Kredite ihre nach aussen nötige Absicherung erhielten. Und so reichte man einen Wechsel zum nächsten, um von dem einen Wechsel für einen anderen einen weiteren Wechsel zu erhalten. Bis irgendwann keiner mehr durchblickte, was wohin wechselte.

Aber die Creme de la creme der beruflichen Menschheit (laut Selbstauskunft) fuhr trotzdem weiter mit Augenbinde und Tempo 300 auf der A2 am Montagmorgen Richtung Westen. Selbst diejenigen, denen ihr noch rudimentär vorhandener Verstand und Gewissen schon entgegenschrie, dass es kracht, kniffen die gierigen Schweinsäuglein noch fester zu und drückten noch mehr aufs Gas. Der nächste Monat könnte den nächsten Bonus bringen.

Dann machte es Rumms.

Und dies ziemlich laut und immer noch nachhallend.

Aber wie es scheint, haben die meisten Finanzfachverkäufer diesen Schuss nicht gehört. Die anderen wenigen die ihn gehört haben, erfuhren diesen Sinneseindruck durch zuvor an die Schläfe gedrückten Stahl. Diese Jungs waren konsequent.

Denn sie haben realisiert, was sie da fabriziert hatten, als sie dachten, dass sich Geld mit Geld produzieren lässt ohne eine realwirtschaftliche Basis zu haben. Oder waren einfach nur nun pleite. Was nun folgte, kann schildbürgerlicher nicht sein. Es gab keine Reue nach aussen, die Herren sind einfach schon zu realitätsfern. Nun wird bei Unternehmen, die dringend Kredite brauchen um damit anfassbares Gut zu produzieren der Geldhahn zugedreht. Und das nur, weil die Idioten ab der mittleren Etage in einem Finanzsupermarkt zu dumm waren, ihren Job einigermassen korrekt zu erledigen. Im Gegenteil, nun stellen sich die Herren und Damen auch noch als Opfer ihrer selbstgemachten Krise dar. Und vergraben sich hinter ihren Vorschriften. Aber hören sie auch nur ein Wort der ernstgemeinten Reue an die Masse? Nein?

Weil sie keine Reue empfinden. Kunststück. Mit verschränkten Armen und vorgeschobener Flunschlippe steht die BWL-Premiumklasse in der Öffentlichkeit wie ein 3 jähriges Kind und hat nicht ansatzweise die Eier um die Konsequenen zu tragen. Jeder beschissene kleine Kioskbesitzer weiss am Ende des Monats ob er gut gewirtschaftet hat und was für ihn machbar ist. Die Flachköpfe in Frankfurt, NY, Paris, Reykjavik etc. wissen dies anscheinend nicht mehr. Weil sie nur Zahlen vor sich haben. Für den Wirtscahfter bedeutet eine miese Zahl am Ende des Monats oder Quartals, dass er den Gürtel enger schnallen muss, oder sich Mittel überlegen muss, wie er aus der Misere herauskommt. Die Finanzwelt rennt dagegen plärrend zu Mama Merkel und Onkel Steinbrück und schreit“Wir sind aber garnicht schuld“

Für Gemaux bleibt deshalb nur ein Weg. Gemaux wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt sein Konto einer Sparkasse anvertrauen. Die haben zwar auch Dreck am Stecken, aber müssen sich schon seit eh und je vor dem Staat verantworten. Für die Strategen auf dem Parkett würde sich Gemaux gerne der Meinung und dem Ratschlag (für die Aktienhelden) des jungen Mannes anschliessen, der vor der Wall Street folgendes Plakat hoch hielt.

Springt ihr Versager

Springt ihr Versager

Das würde zumindest genauso konsequent sein, wie sie vorher den Bus gegen die Wand gefahren haben. Aber dazu wären sie wahrscheinlich zu feige.

Gruss

Gemaux





Menschenblog

19 11 2008

Busfahrer

Meine erste Begegnung mit einem Busfahrer fand zur Erscheinung des Dschungelbuches ( bzw. spielte ein Kino in meiner Heimatstadt den Film damals zum 10 Jährigen Jubiläum) in deutschen Kinos statt. Ich war damals noch zarte *räusper*..also unter 10 und durfte mit einem Freund zusammen das erste Mal alleine mit dem Bus nach Hause fahren. Sozusagen als Abenteuer to go. Heutzutage eine Lachnummer, aber damals gab es weder Handys noch sonst etwas.

Beim Verlassen des Kinos gab es für alle, die den Film gesehen hatten, ein Panini Album und drei Pakete Bildchen gratis. Mein Kumpel war schneller als ich und ging schon mal langsam zum Bus vor. Bei mir dauerte es etwas also musste ich mich beeilen um den Bus, in dem mein damaliger Kumpel (die dumme Sau) schon saß, noch zu erwischen.

Nun war ich ja damals noch kleiner, netter, unscheinbarer als heute und so hat mich der Busfahrer wahrscheinlich einfach nur nicht bemerkt, als ich außer Atem an die Tür klopfte.

Ich nahm dann den Bus, der die gleiche Nummer hatte- nur halt auf der anderen Straßenseite stand -und löste mit dem letzten Rest Geld eine Fahrkarte. So wie es geplant war.

An der Endhaltestelle irgendwo im Nirgendwo stand dann ein schluchzender kleiner Junge ohne Kohle in der Tasche für die Rückfahrt.

Gott sei Dank war eine ältere Frau so nett und schenkte mir die nötigen 1,10 DM, nachdem ich mein Problem mit der kindlichen Situationstheatralik und unter völliger Auflösung schilderte, bekam sie Mitleid. Vom Busfahrer, den ich anscheinend in seiner Pause gestört hatte, weil die Tür nicht auf ging, bekam ich einen Kaugummi. Nettes Arschloch. Damit ich aufhörte Fragen zu stellen. Hoffentlich hat ihn ein Kollege überfahren.

Das war das erste einschneidende Erlebnis mit dem ÖPNV und schon damals kam mir der Verdacht, dass diese Beziehung keine gute Basis entwickelte.

Von da an vermied ich jeden Kontakt mit dem ÖPNV. Bis zu meiner ersten Ausbildung. Mein Ausbildungsbetrieb befand sich genau am entgegengesetzten Ende der Stadt. Manchmal stieg ich aus purer Boshaftigkeit an der ersten Haltestelle schon ein. Diese paar Minuten Fußweg waren mir das hektische Gesicht des Busfahrers während der ganzen Fahrt bis zur Endhaltestelle wert. Und weil die Kontrolleure erst um 8 anscheinend anfingen, musste er mich immer im Auge behalten.

Grundsätzlich hatte ich das Gefühl, dass die Busfahrer mein in einen Warnrahmen eingefügtes Foto in ihren Taschen kleben hatten. Wenn ich mal morgens etwas später losging zur Haltestelle und der Bus schon ankam, als ich noch hechelnd rannte konnte ich ihn förmlich auf seinem zugefurztem Sitz mit hämischem Grinsen abzählen hören…21,22,23,….zu spääääääääääääääääääääääääät. Die Türen schlossen sich vor meiner Nase, der Bus fuhr los und ich konnte mich seelisch schon wieder auf Nackenschläge einstellen, weil ich nun 15 Minuten zu spät kommen würde. Und das meine ich nicht metaphorisch. Im Wald wurde man in der Ausbildung schon mal freundlich mit“ Du fieses nachgemachtes Kind“ begrüsst beim Zuspäterscheinen und durfte den Nacken freimachen für die fliegenden Arbeitshandschuhe.

Oder aber ich erreichte den Bus noch gerade rechtzeitig, bevor ich mich setzen konnte, sang der Busfahrer innerlich die Hymne aller Busfahrer wenn sie bremsen “Ich trete durch bis unten hin und er macht Bummsfalleraaaa!!“

Meine Rache war jedes Mal fürchterlich. Ich revanchierte mich bei den Kollegen des morgenlichen Sozialversagers, indem ich mich im Sommer in voller Arbeitsmontur und mit der mich umschließenden Geruchskugel von Schweiss, Insektenvertreibungsmittel und eventuell völlig unbeabsichtigt eingetretenem Wildschweinkot unter meinen Arbeitsschuhen in unmittelbarer Nähe des Fahrers begab. Also nach vorne.

Im Winter kam anstatt des Insektenmittels dann Zweitaktersprit, Kettenöl und Harzgeruch dazu. Und wenn Saison war, baumelte auch mal ein geschossenes Wildkaninchen von meinem Rucksack, das ich unserem Förster abgekauft hatte. Die 6 Mark war mir der Spaß immer wert. Natürlich auch völlig unbeabsichtigt. Die Höchststrafe vollzog ich, wenn ich laut die Texte aus meinem Walkman mitsang. Und das war nicht so gut gesungen wie damals der Colawerbespot.

Ein positiver Nebeneffekt war, dass ich immer einen Sitzplatz hatte. Meistens sogar eine ganze Sitzreihe. Ob das auch damit zusammenhing, dass meine Axt ihren Stiel herausschauen ließ, werde ich heute nicht mehr erfahren.

Wenn ich so darüber nachdenke, hab ich früher eine ganze Menge geschleppt. Also dafür, dass ich mich heute schon über das Gewicht eines Notebooks beklage….

Wie dem auch sei.

Meine Theorie zu Busfahrern besagt folgendes:

Diese Menschen wollen nicht freundlich sein. Hilfsbereit schon gar nicht. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe sind total resistent gegen den Dienstleistungsgedanken. Und genau solche Menschen landen dort irgendwann mit dem Personenbeförderungsschein.

Peter aus der Discofox-Abteilung mit Goldpantherkettchen und SolariumAbo und seine Freundin Uschi.

Busfahrer fahren wie die Henker. Klar, mit 20T unter dem breit gesessenen und mit einer mausgrauen Uniformhose ummantelten Hintern, kann man schon mal den Max machen. Und sich darüber aufregen, dass jemand zur Ausübung seiner Pflicht für 5 Minuten ungefähr 20 cm der Bushaltestelle beansprucht. Oder es wagt abzubiegen.

Gut, ist ja auch eine stupide Tätigkeit die sie ausführen. Was will man da erwarten?

Pathos wie die richtigen Fahrer ..also die Brummifahrer? Ich bitte sie. Schauen sie sich die Gas- und Brems-Zombies doch mal an. Keiner von denen ist mit den Gedanken bei der Sache. Entweder sind sie genervt, weil sie nicht ran durften oder ran mussten. Hauptsache genervt.

Wer sein Leben auf einer Schiene ohne Schienen und mit maximal 50kmh fristet, ist zu bemitleiden.

Gut, die anderen Busfahrer auf Langstrecke sind auch nicht besser. Oder hatten sie auf irgendeiner Klassenfahrt einen lässigen Busfahrer? Man kann ja froh sein, wenn die heutzutage schon halbwegs wach sind. Mir fällt bei näherer Überlegung noch eine Menge mehr ein. Über Zugbegleiter zum Beispiel….. Schlecht für mein Herz.

Solange ich es bezahlen kann (und ich werde alles dafür tun, dass es so bleibt) werde ich ein Anhänger des Individualverkehrs bleiben. Schön meine eigene laute Musik hören und dann losfahren, wenn ich das will! Und wenn es halt nur 5m zum Aufschließen auf den Vordermann im Stau sind!

Widerstehend

Gemaux





Wochenende!

8 11 2008

Kerr, wat war dat wieder eine Woche. Man kam ja praktisch mit dem Verfolgen der Nachrichten nicht nach. Ein sensationeller Klops jagte den Nächsten.

Die Erbschaftssteuer wurde durchgewunken, natürlich unter vehementem Gewimmer von der Jaulstimme der FDP, Guido Dauerwelle. Nun brauchen nur noch die ganz Grossen Angst haben, dass Söhnchen alles verpulvert. Der Opa bauts auf, der Papa erweiterts, der Sohn versäufts. Häuslebauer und andere brauchen keine panischen Fluchtreflexe entwickeln Richtung Ösiland. Scheint ja das gelobte Land zu sein. Dort darf man auch in den Kneipen noch rauchen.

Dem deutschen Wald geht es auch endlich besser. Das Landesumweltministerium von NRW (die genau Bezeichnung ändert sich mittlerweile so rasant, dass es Gemaux ermüdet, jede Stunde nach der neuen Betitelung zu googlen) spricht nun nicht mehr von Waldsterben, sondern nur noch von Waldschäden. Nachdem Kyrill alles umgepustet hat, in Sauer-Sieger-Münsterland und Eifel, stehen ja auch nicht mehr viele der lichten Kronen. Da kann man dann wahrhaftig von einem Rückgang sprechen.

Diese beiden Themen haben kausale Zusammenhänge für den Gemaux. Zum einen, weil der Gemaux gerne mal Zigarre raucht. Zum anderen, weil das Herz des Gemaux immer noch grün schlägt. Nein, nicht für Bütikofers Fremdlinge. Für die grüne Lunge NRWs, den Wald. Als ehemaliger Baumschubser kann man seine Wurzeln nie ganz abschütteln. Was den Gemaux in der vergangenen Woche auf den Gedanken brachte, warum zur damaligen Zeit niemand an das Wohl und den SChutz des Gemaux im Wald gedachte.

Sie erinnern sich noch an die Massgabe des Nichtraucherschutzgesetzes? Dem Schutz von Leib und Leben der Gäste und Angstellten in einem gastronomischen Etablissment? Dunkel, oder? Wurd ja auch nur kurz drüber nachgedacht und mittlerweile sind viele ja mit der Süssen vom Nachbartisch zusammen, die man ohne den Abaschplatz draussen vor der Tür nie kennengelernt hätte, geschweige denn jemals angesprochen. „Haste mal Feuer“-erlebt ja momentan ungeahnte Revivals in Bezug auf Beziehung. Beziehungsweise späterem Wohnungsbezug, bezeugt von nichtrauchenden Dabeistehern.

Da werden nun also arbeitende Menschen geschützt vor dem schlimmen Rauch. Einige Nichtraucher fordern ja mittlerweile schon die Abschaffung des Gesetzes, weil nun ungedämpfte Parfümwogen durch den Saal wabern, weil Uschi mal wieder nicht nach dem 6. Sprüher aufhören konnte. Von dem EaudeClosettedampf mal gar nicht zu reden, der so einige Gäste umhüllt die vorher Schutz suchen konnten unter der Raucherdunstglocke.

Wer hat eigentlich dafür gesorgt, dass damals dem Gemaux keine Äste auf den Kopf fielen bei seiner Tätigkeit? Oder ganze Bäume? Ganz zu schweigen von den vielen Spaziergängern die den Arbeitsplatz vom Gemaux so am Tag frequentierten. Liegt es an der Angst vor dem schleichenden Tod Krebs? Das zumindest würde erklären, warum auch Strassenbauer nicht besonderen Schutz erfahren vor dem Überfahren. Werden. Wo waren die EUkommissare, die auf Biegen und Brechen durchsetzen wollten, dass im Wald keien Spaziergänger mehr waren?. Jeder Beruf hat so seine Gefahren, aber man findet sich ja auch irgendwann damit ab. Beziehugnsweise entwickelt ein Kribbeln in der Magengrube, wenns mal besonders riskant wird. Muss Kellnern nun langweilig sein.

Gut, ein gezielter Vorstoss mit laufender Motorsäge sorgte schon dafür, dass allzu aufdringliche Gaffer nicht zu nah an dem zu fällenden Baum standen. Insofern sorgte Gemaux selber für den Schutz der Nichtarbeiter.

Verstehen wir uns nicht falsch, Gemaux findet es schon toll, dass man nun sehen kann, wieviele SChichten Makeup die Dame da gegenüber auf geklatscht hat. Auch der aufdringliche Gestank von dem jeweiligen Standardparfüm  stört ihn nicht mehr. Beim Gespräch mal kurz die Tränen aus den Augen gewischt und schon kann man sich wieder auf die Frau konzentrieren. Nicht so wild. Tabakqualm brennt schlimmer, schon wahr. Und das Risiko, dass man sich eine langwierige schmerzhafte bos tödliche Krankheit einfängt in Kneipen bleibt somit auch bestehen. Obwohl, nää gibt ja mittlerweile auch in jeder Toilette Kondomautomaten.

Neulich las Gemaux einen Aufkleber „Remember, when Sex was safe und Cycles were dangerous“ und sinnierte, dass in den momentanen Zeiten viel an Spass für die Sicherheit geopfert werden muss.

Den Gemaux und seine Kumpels stört das Nichtraucherschutzgesetz nun nicht mehr. Das Haus eines Freundes steht nun nach Auszug seiner auf Sicherheit bedachten Frau leer und so eine Zigarre schmeckt auch stilvoller vor einem Kamin, als im Regen unter einer Wärmelampe. Wenn man sich abwechselt mit dem Bierbersorgen halten sich auch die Kosten in Grenzen und die Titten sind noch attraktiver wenn sie über einen Beamer mit Laptopverbindung an die freie Wand gestrahlt werden, als das Roulettespiel im Wintergarten eines Lokals. Zumindest bei den richtigen Links.

Schönes WE oder schönen Wochenanfang, je nach Anklickzeitpunkt wünscht

Gemaux

PS: Hab ich noch ein Highlight von dieser Woche vergessen zu erwähnen? Irgendetwas war noch im Amiland los….mal scharf nachdenken….





Es ist mal wieder so weit!

3 11 2008

Der Gemaux hat Langeweile und ist des Wetters überdrüssig. Der Herbst und sein geifernder Freund der Winter drücken beim Gemaux auf die Aggressionsdrüse.

Was könnte da mehr helfen als sich die Suchbegriffe der letzten zwei Tage mal vorzunehmen:

1. pommesbude+konzept: Welches Konzept braucht man für eine Fettschmiede? Braucht man überhaupt ein Konzept?  Die Menschen kommen doch eh zu Einem. Weil der heutige Massenmensch doch nur noch auf der Suche nach was Schnellem ist. Besonders die Grundversorgung muss doch schnell gehen. Schnell ficken, schnell fressen und schnell besoffen werden.Was ist da wichtig an einem Konzept?

Ein Pommesbudenkonzept sieht im Wesentlichen so aus: Welche Klientel will ich anlocken mit meinen Fritteusenerzeugnissen und mit Ameisensäure versetzten Grossmarktwaren? Wo will ich die Frittenranch hinzimmern? Sind Parkmöglichkeiten vorhanden? Im Düsseldorfer Hafen kann man auf die Currywurst schon mal Blattgold streuseln und dazu einen Mött& Changdong servieren. Da sollte dann aber schon ein Koch in der Küche stehen und die Currywurst sollte aussehen, wie sonst die Auslegeware in einer Filiale eines Hamburger Erotikversands (also von den Maßen). Mit den pisseligen (Ruhrdeutsch für: Kümmerlich, mickrig, nichts Besonderes) Standardwürstchen aus der Metro kann man keinen momentan angsterfüllten Banker unter seinem Tisch hervorlocken.

In Essen Katernberg wird man damit eher weniger Erfolg haben. Da heisst es: Currypomschranke! Schnell fertig und um sich von der Masse abzuheben benötigt man nur etwas Gewürz um die vorgefertigte Sosse zu würzen. Allerdings ist es schon mal ein gutes Grundkonzept eine Pommesbude aufmachen zu wollen. Sind Sie Banker? Wär zumindest was was jeder gut kann.

2. plastikhühnchen: Wo zur Hölle hab ich etwas von Plastikhühnchen geschrieben?  Die Dinger sind doch seit der Blankeneser Pollonaise aus der Mode.

3. emowelle rumaenien: Ach wie knuffig. Sucht da ein Emo Anschluss an die rumänische Szene? Die Rumänen haben die Emowelle übersprungen und sind schon vor Jahrhunderten direkt zur Gothicszene abgewandert. Oberster Feldherr des düsteren Geschmacks war Vlad Tepes, auch als der Pfähler bekannt, oder später als Dracula. Bram Stoker sei Dank. Weil denen Emo zu Weichwaffelig war. Neulich wurde ein Rumäne auf deutschen Strassen mit 2,7 Promille angehalten. Er musste ins Ausland, weil seine Landsleute sich unter 3 Promille gar nicht erst ans Steuer setzen. So Emo, nu geh melancholieren.

4. contipark einstellbedingungen: Die Einstellbedingungen der Firma Contipark sind unter aller Sau, was die guten Sitten betrifft. Diese Firma zockt Leute mit horrenden Vertragsstrafen ab und stellt dafür meist arme geistig minderbemittelte Frührenter aus Mielkes ehemaligen Staatsapparat ab. Meiden Sie Contipark-Parkflächen und -Häuser. Zeigen Sie diesem Schutzgelderpresserverein was eine Harke ist. Sollten Sie nicht sofort einen Parkschein ziehen-wieselt spätestens nachdem sie das Parkgelände verlassen haben- einer dieser Knöllchendomestiken heran und verpasst Ihnen satte 23 € Vertragsstrafe. Stellen Sie sich lieber auf öffentliche Parkplätze oder ins Halteverbot. Das kostet nur (je nach Kommune) 10-25 und es rennt nicht jeden Tag ein Schiffschaukelbremser dieser  Abzockerfirma von früh bis spät über den Platz. Seit dem ich Contipark kennen gelernt habe, liebe ich Politessen. Kein Witz.

5. emo stofftier: Bau dir ne Puppe aus deinen verweinten Taschentüchern und den Schminkresten. Sei selber kreativ, aber kopier nicht einfach nur dumpf die 80er, die Goths, die Punks und alles andere. Oder such eine hohe Brücke. Ruf aber vorher an, wie der Wind steht.

6. nur noch 9 eigene zähne was tun: Nicht mehr lächeln oder Lachen. Alternativ dazu hilft bestimmt auch ein Zahnarzt. Beim vorhandenen nötigen Kleingeld und Masochismustoleranz empfiehlt der Gemaux Implantate. Bei der Menge lässt sich gewiss auch ein Rabatt herausschinden. Oder halt alle Verbliebenen (in dem Fall schon Hinterbliebene) ziehen lassen und und eine künstliche Kaufelge einziehen lassen.

Schönen Wochenanfang. Gemaux geht nun mit den Suchbegriffen mal selber googlen.