Ssssssssssssssssssst Phubb! So oder ähnlich fühlte sich dieses Jahr an. Also vom Zeitempfinden. Ruckzuck ist es auch schon wieder vorbei. Und was haben wir uns alle am Anfang 2008 gefreut. Erinnern Sie sich noch? Wirtschaft? Brummt. Aufschwung? Könnte auch endlich unten ankommen. Und pünktlichst zur Sommerpause dann der Crash. Jaaa dieses kleine vermaledeite Spielchen unserer Finanzakrobaten mit Gehirnbefreiung ging deftig ins Höschen.
Deswegen wird 2009 ein Highlight für die Nachrichtenbranche. Aus dem Bereich Sport wird es bei der F1 nur noch zu maximal drei Teamnennungen kommen. Alle anderen werden aufgelöst, weil der Hauptsponsor seine Motoren maximal noch auf dem Computer testen wird. Ist einfach günstiger. Beim Fussball wird Hoffenheim für den ein oder anderen Aufreger sorgen. Bayern wird wieder (gähn) in letzter Minute Meister werden, weil Uli sich so töffte mit dem Schiedsrichterverband versteht (merkt man das der Gemaux Schalker ist?).
Soweit so langweilig. Das Wirtschaftsfeuilleton wird überquellen vor Arbeitslosenstatisktiken, Finanznachrichten, Hiobsbotschaften aus dem Ausland. Am Besten kramen die Redakteure schon mal die Nachrichten aus 2001 wieder heraus. Oder aus den 1970ern, oder aus den 1920-30ern oder aus den 60er-70ern von 18XX. Einfach recycled macht sich das sogar schön in der Bilanz.Bischen aktualisiert und schon ist man wieder inder grünen Zone. Das wär dann auch nicht so schlimm für die Inder, die mittlerweile bei vielen Zeitungen das Schreiben in Heimarbeit übernehmen. Etliche Redakteure bibbern ja schon um ihre Posten. Und der Bildleser hilft kräftig mit, in dem er erstmal das Handy laufen lässt bevor er hilft. Also bei Unfällen, etc. Ein Glücksfall diese Technik. Zumindest für unsere Volksverdummer vom Bahnhof. Manchmal wünscht sich Gemaux, dass es für die Hälfte der Leserschaft der Bild so etwas wie ein Gehirnaufputschmittel gibt. Der Großteil säuft ja nur. Alkohol soll übrigens teurer werden. Das findet Gemaux gut, denn dann ist die Differenz nicht mehr so groß nach einem Drogenrausch am nächsten Morgen mit Kater oder ohne Kater aufzuwachen. Nahm man ja vorher nur aus Geldgründen in Kauf, den alten Fussbatreter im Mund.
Gemaux wünscht sich nicht soviel für 2009. Er hat gelernt, dass man am Besten wenig Erwartungen an das neue Jahr hat. Dann beisst es einem auch nicht so hinterlistig in den Hintern. Oder wenn, entlockt es einem nur ein müdes Lächeln. Ausserdem bleibt der Fokus auf die tagtäglichen Kleinigkeiten so erhalten, wenn man kein grösseres Ziel vor Augen hat. Denn wie Lennon schon sagte: “ Leben ist das, was den meisten Leuten passiert, während sie Planungen für später machen“ Der Herr Precht hat das übrigens nur übernommen, der Schlingel. In seinem Philo-Bestseller.
Augen zu und durch. Auch diese Krise wird überwunden werden.
Einen guten Rutsch und ein schönes 2009 wünscht
Gemaux
Bis nächstes Jahr dann…
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