Jahresabschluss 2008

30 12 2008

Ssssssssssssssssssst Phubb! So oder ähnlich fühlte sich dieses Jahr an. Also vom Zeitempfinden. Ruckzuck ist es auch schon wieder vorbei. Und was haben wir uns alle am Anfang 2008 gefreut. Erinnern Sie sich noch? Wirtschaft? Brummt. Aufschwung? Könnte auch endlich unten ankommen. Und pünktlichst zur Sommerpause dann der Crash. Jaaa dieses kleine vermaledeite Spielchen unserer Finanzakrobaten mit Gehirnbefreiung ging deftig ins Höschen.

Deswegen wird 2009 ein Highlight für die Nachrichtenbranche. Aus dem Bereich Sport wird es bei der F1 nur noch zu maximal drei Teamnennungen kommen. Alle anderen werden aufgelöst, weil der Hauptsponsor seine Motoren maximal noch auf dem Computer testen wird. Ist einfach günstiger. Beim Fussball wird Hoffenheim für den ein oder anderen Aufreger sorgen. Bayern wird wieder (gähn) in letzter Minute Meister werden, weil Uli sich so töffte mit dem Schiedsrichterverband versteht (merkt man das der Gemaux Schalker ist?).

Soweit so langweilig. Das Wirtschaftsfeuilleton wird überquellen vor Arbeitslosenstatisktiken, Finanznachrichten, Hiobsbotschaften aus dem Ausland. Am Besten kramen die Redakteure schon mal die Nachrichten aus 2001 wieder heraus. Oder aus den 1970ern, oder aus den 1920-30ern oder aus den 60er-70ern von 18XX. Einfach recycled macht sich das sogar schön in der Bilanz.Bischen aktualisiert und schon ist man wieder inder grünen Zone. Das wär dann auch nicht so schlimm für die Inder, die mittlerweile bei vielen Zeitungen das Schreiben in Heimarbeit übernehmen. Etliche Redakteure bibbern ja schon um ihre Posten. Und der Bildleser hilft kräftig mit, in dem er erstmal das Handy laufen lässt bevor er hilft. Also bei Unfällen, etc. Ein Glücksfall diese Technik. Zumindest für unsere Volksverdummer vom Bahnhof. Manchmal wünscht sich Gemaux, dass es für die Hälfte der Leserschaft der Bild so etwas wie ein Gehirnaufputschmittel gibt. Der Großteil säuft ja nur. Alkohol soll übrigens teurer werden. Das findet Gemaux gut, denn dann ist die Differenz nicht mehr so groß nach einem Drogenrausch am nächsten Morgen mit Kater oder ohne Kater aufzuwachen. Nahm man ja vorher nur aus Geldgründen in Kauf, den alten Fussbatreter im Mund.

Gemaux wünscht sich nicht soviel für 2009. Er hat gelernt, dass man am Besten wenig Erwartungen an das neue Jahr hat. Dann beisst es einem auch nicht so hinterlistig in den Hintern. Oder wenn, entlockt es einem nur ein müdes Lächeln. Ausserdem bleibt der Fokus auf die tagtäglichen Kleinigkeiten so erhalten, wenn man kein grösseres Ziel vor Augen hat. Denn  wie Lennon schon sagte: “ Leben ist das, was den meisten Leuten passiert, während sie Planungen für später machen“ Der Herr Precht hat das übrigens nur übernommen, der Schlingel. In seinem Philo-Bestseller.

Augen zu und durch. Auch diese Krise wird überwunden werden.

Einen guten Rutsch und ein schönes 2009 wünscht

Gemaux

Bis nächstes Jahr dann…





Zum Fest der Liebe ein paar Hiebe

24 12 2008

Liebe/Hiebe/Triebe…liegen seltsam nah beieinander die Wörtchen.

Deswegen macht der Gemaux mal wieder den Suchbegrifftrick.

Da hätten wir:

kaffee- eine der wichtigsten Fermentatiosnerzeugnisse die in Gemauxs Leben absolut nie fehlen werden. Kaffee ist das Göttergesöff. Egal ob sie vergoldete Bohnen aus Jamaika vermahlen, ausgeschissene Böhnchen von Schleichkatzen zerhobeln, oder andere Marken und Sorten verwenden-Kaffee geht immer und überall. Egal ob aus aus der Juramaschine, dem Porzellanfilterhandbrüher (Prise Salz nicht vergessen), der Pad-maschine oder der guten alten röchelnden Maschine…in allen Variationen. Gut…nicht direkt in allen Variationen. Diese Sirupbeimische geht mal garnicht. Absolut nicht. das ist wie guten Whiskey mit Eiswürfeln zu strecken. Macht man nicht, sollte bei Strafe verboten werden.

contipark – nuff said. Die berliner Bananenbiegerbude rangiert eindeutig nicht nur bei meinen Statistiken hier gleichauf mit der Russeninkasso AG. Hoffentlich haben die das Kapital in CDS angelegt und melden demnächst Insolvenz an. Gleichzeitig wünscht Gemaux dem Vorstand, dass deren Frauen sich sexuell umorientieren oder Jüngerem zuwenden. Plus sämtliche juckenden, nässenden, Hautausschläge die die Natur verschicken kann. Und die Pest.

wo kann ich emo haarsträhnen kaufen? Richtig True wird so ein Emo nur durch Haarsträhnen von anderen Emos. Also entweder mal beim Bestatter nachfragen ob es irgendwelches Material von Ex-Emos gibt die das Ritzen endlich richtig  durchgezogen haben, oder einfach im beiderseitigen Melancholiehappening die Strähnchen tauschen. Oder einfach den eigenen Kopf in eine Tonne voll Wasserstoffperoxid und Kaliumpermanganat stecken. Ruhig so tief, dass der Hals auch bedeckt ist. Und dann sehr lange.

puff nrw einmal zahlen so viel fikken wi…- Bei der Orthographie ist deutlich ersichtlich, dass der Suchende nicht nur nicht richtig Schreiben und Lesen kann. Er zeigt auch deutlich, dass nicht genug Geld vorhanden ist, was wieder auf mangelnde Bildung zurück zu führen ist, um eine Frau kennen zu lernen, auszuführen, etc. Dann darf man meist am Anfang soviel man will. Also muss er selbst um das Eine, in dem  er sich selbst suggerierend für fähig hält, betteln und Dienstleistungsbetriebe in Anspruch nehmen. Die Poppflatrate sozusagen. Bitte vorher einen Termin beim Urologen machen, um gewisse Leitungen dicht zu machen. Sowas darf sich einfach nicht vermehren.

wörter für emo – traurig,  billig, lächerlich, selbst für Transen zu kitschig, Weichwaffel, Sensibelchen, Dumpfbacke, Schiffschaukelbremser, Schattenparker, Niete, Pantomime, Fussgängerzonenmusiker, Kindchen, Feigling, Depressionsfan, Japancomicabonnent, Ritzen-aber richtig, genome Ausschussware, ….

Frohes Fest wünscht Gemaux allen Lesern (auch euch tuffigen Emöschen)





Resumée zum Kaffee

22 12 2008

Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, es ist kurz vor Weihnachten.

Und wenn der Gemaux auch die letzten Jahre fast wunschlos glücklich war, so hat er dieses Jahr doch etwas zu erbitten vom Christkind. Zum Einen wären da für das kommende Jahr eine strikte Verschärfung der Managerhaftungsgesetze. Weil es der Gemaux ziemlich….um es mit klaren Worten auszudrücken….beschissen findet, dass Manager die sich selbst bei Totalversagen noch als Gewinner sehen können. Manager leiten Unternehmen und haben als solche auch wie ein Unternehmer behandelt zu werden. D.h. sie sollen gefälligst für den Bockmist, den sie verzapfen auch ihren eigenen verlängerten Rücken hinhalten.  Die Forderung nach einer Haftung in Höhe von 4 Jahresgehältern geht dem Gemaux noch nicht weit genug. Zwangsseminare zum Thema Ethik und Moral sowie mindestens 500  Sozialstunden in Suppenküchen und Diakonieläden sollten noch zum Strafmass hinzugefügt werden. Leider gibt es auf den Marktplätzen dieser Welt keine Pranger mehr. Virtuelle faule Tomaten, Eier und schöne scharfkantige Steine tun den Flachpfeifen leider nicht so weh,  wie deren reale Pendants es würden.Das zumindest hat das Internet noch nicht bewerkstelligt. Wiederum LEIDER.

Es ging doch gerade so schön bergauf. Die Wirtschaft brummte bis September 07 und darüber hinaus noch prächtig. Man wagte wieder zu hoffen.

Aber nö. Ein paar Nieten in Nadelstreifen (sehr schönes Buch am Rande bemerkt) verspekulierten sich und nun werden wir wieder stramm auf die 5 Mio Arbeitssuchendengrenze zugehen. Und sollte nicht eine frische Brise in Orkansstärke durch die Schädel der Bänker wehen, dass sie sich untereinander und den Firmen wieder Geld leihen zu adäquaten Konditionen, siehts eventuell vielleicht doch noch düsterer aus.

Der zweite Wunsch des Gemaux wäre ein schönes Entlebungsset mit Nutzungszwang für die Finanzaffen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes noch mit einem „goldenen“ Handschlag verabschiedet wurden/werden.

Dies beinhaltet eine gut gefüllte Badewanne mit angenehmen 39 Grad Wassertemperatur, ein Handtuch mit aufliegendem eingestöpseltem Elektrogerät, welches fest mit der Hand des Badenden verbunden ist, sowie einer Familienpackung Schlaftabletten in konzentrierter Injektionsverabreichung, die den Betreffenden flugs einschlummern lässt. So kann man sicher sein, dass der betreffende Vollversager auch wirklich weg ist. An die Badewanne angeschlossen sind zwei Tanks mit Lauge und Schwefelsäure, die den kümmerlichen braungebrannten und durchgestylten Rest dann auflösen, sobald das Wasser abgeflossen ist,  so dass er dahin entsorgt werden kann, wo er hingehört. In die Kanalisation. Zu der einzigen verwandten Säugetierspezies, die es auf diesem Planeten hat.

Die Vorrichtung ist übrigens geschlechtsneutral und völlig gleichberechtigt anzuwenden.

So, Gemaux’ Wahnvorstellungen wären damit befriedigt.

Was dem Gemaux noch auffällt,  trotz all der schlechten Nachrichten ist, dass die Bundesbürger Gas geben. Und zwar sowohl mit dem Auto, als auch in den Geschäften. Die Leute kaufen wie verrückt. Verständlich, die nächsten JAhre heisst es ja wieder „Gürtel enger!“. Die Talsohle war ja auch gerade erst überwunden, da tut sich schon der nächste Andreasgraben auf, in den man stolpern wird. Das macht die Leute verdrossen und so erlebt man Personen, die die Verkäufer zusammenpfeifen, als wenn sie Papst persönlich wären.  Nichts gegen wehrhafte Kunden, aber man muss doch eine Tankstellenangestellte oder eine Bäckereifachverkäuferin nicht wie den letzten Dreck behandeln. Gemaux erlebt es zunehmend, dass sich die Leute dem Gegenüber hinte der Theke immer unwirscher verhalten. Ohne eine Berechtigung. Das Wort „BITTE“ kommt immer seltener über die Lippen. Höflichkeit und Anstand sind auch zunehmende Mangelware.

Trotz aller Mißstände geht es uns doch noch verhalten gut. Im direkten Vergleich zu Somalia oder der Landbevölkerung von Bulgarien oder Rumänien.  Die sind sogar im Bildungssystem schlechter als wir. Positiv denken!

Schönen Wochenanfang und ein entspannte Feiertage wünscht

Gemaux





Unter Verschluss in die Ablage P

17 12 2008

Am Rande, klein und unscheinbar stand eine Meldung im Lieblingsmagazin des Gemaux, die ihn sanft in die Nervosität beförderte.

Dort steht…Gemaux zitiert hier auszugsweise:

„Im Laufe der vergangenen 10 Jahre sind 332 Akten der Bundesregierung, die als Verschlusssachen (VS) deklariert waren, spurlos verschwunden..“

„…, das seit Beginn dieser Legislaturperiode  fast 3200 geheim eingestufte Akten vernichtet wurden-statt sie in den entsprechenden Registraturen abzulegen und später dem Bundesarchiv zu übergeben. Es handele sich etwa um Vorgänge aus den Bereichen „organisierte Kriminalität“, „Proliferation“ (hier ist wahrscheinlich die Weitergabe von Rüstungsgut gemeint), „Forschungsaktivitäten ausländischer Staaten“ oder  „Überwachung des Aussenwirtschaftsverkehrs“.“

„Die Bundesregierung hat hat deutlich gemacht, dass sie weiterhin eine generelle Freigabe von Akten nach der gesetzlich vorgeschriebenen 30-Jahres-Frist ablehnt. Dies würde zur Offenlegung von „Informationen führen, die die innere Sicherheit der Bundesrepublik D gefährden oder die auswärtigen Beziehungen belasten könnten. In jedem einzelnen Fall müsste eine Freigabe geprüft werden.“

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So, genug Zeit zum sacken lassen gehabt?

Was eigentlich ein Thema für die erste Seite wäre, nach der Gemauxschen Nachrichtengierdefinition, steht einsam und verlassen schmucklos am Rande der Panoramaabteilung. Beim Querlesen leicht mal zu übersehen.

Wenn Gemaux dies richtig deutet, dann werden also Akten, die für Transparenz bei Waffengeschäften der Bundesregierung oder der organisierten Kriminalität/Wirtschaft ins Ausland getätigt werden, vernichtet.  Die ganzen anderen brisanten Bereiche werden ja garnicht direkt angesprochen. Ausser halt der Hinweis, dass eine Offenlegung in 30 Jahren zu innerpolitischen Spannungen führen könnte.

Gemaux versteht schon, dass die Regierung dies nicht möchte. Wo kämen wir auch hin, wenn der Bürger erfahren würde, was im oberen Bereich der Legislative alles vereinbart und aktenkundig wird. Dann würde manch einer ja wach werden. Achwas….Millionen Verschwörungstheoretiker in ihren Kellern könnten sich bestätigt sehen.

Nun ist Gemaux kein Anhänger dieser kruden Theorien. Was dem Gemaux viel mehr Sorgen macht ist die Tatsache, dass bewusst und unter staatlicher Aufsicht Akten vernichtet werden, die nach dem Gesetz aufbewahrt und nach einer Generation der Bevölkerung zugänglich gemacht werden könnten.

Dem Gemaux drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass man hier in einer grossen Sickergrube lebt, wo die Scheisse oben schwimmend so langsam verkrustet und sich zu einem Kackkuchen mit dem Papier verbindet.

Was hat zum Beispiel die Regierung Schröder alles zu verbergen? Oder nun die Bassetface-Angela-Truppe. Bzw. nur die Kanzlerin mit ihrer antrainierten Aussitztaktik. Deren Arsch allerdings noch nicht ganz so breit ist, wie der von ihrem politischen  Ziehvater, als das es staatsmännisch wirken könnte. Die arme Angela mutiert immer mehr zum deutschen Pendant ihres Dschordschies. Sie weiss von nichts und schweigt, während um sie herum die Macher eskalieren.Oder sie weiss und -ungleich schlimmer- toleriert und befürwortet das Ganze.

Allen voran anscheinend der rolling-Big-Brother-Schäuble. Von dem hört man in letzter Zeit kaum was. Ist wahrscheinlich sehr im Stress -den Schredder am Laufen zu halten.

Gemaux wird vorsorglich schon mal Betablocker zu sich nehmen. Eventuell wird aus dem kleinen Randartikel ja doch noch etwas Grösseres. Der Stein des Anstosses wurde übrigens durch die FDP ins Rollen gebracht. Was noch mehr verwundert, denn Guido ist doch bekanntermassen derErste, der zu Angela auf den Beifahrersitz hüpft, nach der nächsten Wahl.

Aber vielleicht wusste der Piepsende auch nur nichts davon, wofür sich seine Fraktionskollegen so interessieren in ihren kleinen Anfragen. Die FDP hat durch ihr Interesse auf jeden Fall einen Pluspunkt beim Gemaux erhalten. Nicht, dass es damit zur Stimmgewinnung reicht für die Gelben, aber auf jeden Fall sind sie im Ansehen schon mal gestiegen.

Schöne Woche,

Gemaux





Ab auf die Bank!

13 12 2008

Nein, dies wird kein Lukas Podolski Tribute Thread. Der arme Poldi möcht so gern heim zu Mama nach Köln, dass er einem schon fast leid tun kann.

Gemaux meint damit unsere ehemaligen „Masters of the Universe“. Der Gemaux freute sich diebisch, dass aus den Herren des Universums Bettelknechte, Wimmerlinge und freie Finanzbeamte geworden sind.

Eventuell hat Gemaux auch nur zuwenig Ahnung von der Materie, aber er findet, dass sich die Herren in den mittleren und oberen Etagen der Banken aufführen wie kleine Kinder.

Allen voran mein liebster Schweizer, das Ackermännchen. Merkels ehemaliger Vorzeigebanker kochte erst mit dem Bassetface ein Süppchen und liess dann andere kosten. Die fanden die Mischung nicht schlecht und beantragen nun nach und nach die Staatshilfe.

Erst flehten sie den Staat an. Sie wissen doch übrigens noch wer eigentlich der Staat ist? Sie, lieber Leser. Leider wissen das die, sich selbst vom Staat losgelösten, Personen nicht mehr. Also die Politiker und immer klarer werdend auch die Banker unserer Nation. Der Einzige der mit einem schlechten Gewissen sich mit Händen und Füssen gegen die Filzdoktrin zu wehren scheint ist der Chef aller Finanzbeamten, unser Steinbrück.

Leider wird er durchweg abgebügelt. Da treten die Herren im Nadelstreifen schon wieder grosskotzig auf und verbitten sich eine zu große Einflussnahme des Staats auf ihre Art zu Wirtschaften. Die armen Herren haben anscheinend morgens keinerlei Zeit und Musse, sich mal die Nachrichten anzuhören.

Da kommt mit steter Regelmässigkeit die Meldung, dass eine eigentlich gut laufende Firma Insolvenz anmelden muss, weil die zuständige Bank keinen Kredit mehr vergibt. Jahrelang durchgewunkene Kredite bei solventen Firmen werden neu behandelt und die Bosse müssen Bittstellerartig vorstellig werden zur Neuverhandlung.

Weil die Banken ausbremsen um ihre eigenen Bilanzen zu bereinigen. Das zeugt von einer immensen Impertinenz. Erst fahren sie den vielzitierten Bus mit 130 gegen die Wand, betteln um Reperaturkostenübernahme durch den Staat und lassen dann niemanden einsteigen.
Nein im Gegenteil, anstatt mit dem firsch renovierten Förderfahrzeug nun alle mitzunehmen, die durch Bankers Verschulden in die Bredouille geraten sind und zu helfen, dass jene weiter von A nach B gelangen,sitzen die Herren mit Ihrem verstockten Arsch fest auf dem Geld und lassen den Idiotentürsteher seinen äquivalenten Satz zum „Du kommst hier nich rein!“ herunterleihern. Selbst die Angestellten des obersten Räuberleiters Steinbrück sind da nun so freizügig wie Prinz Karneval und schmeissen demnächst Nachzahlungen der Pendlerpauschale hinaus. Nur unsere Banker nicht.

Deswegen sollten wir alle mal auf die Bank gehen und unser Konto leerräumen. Macht natürlich kein Schwein. Dem Deutschen ist das Protestieren gegen Sachen, die die Wirtschaft betreffen, ab erzogen worden. In Italien, Frankreich, Griechenland dauert es keine 5 Minuten und die ersten Hundertschaften der Polizei müssen das Feld räumen, weil ALLES auf die Strasse geht.

In Deutschland geht man nur auf die Strasse, wenn Rechte demonstrieren. Nicht aber, wenn der eigene Arsch demnächst auf Grundeis laufen könnte, weil die Banken den Unternehmen keine Überbrückungskredite gewähren, oder wenn dann nur zu völlig überzogenen Konditionen. Stichwort Automobilindustrie. Und da gehts noch nicht einmal um die Produzenten. Sondern in erster Linie um die Zulieferer. Dicke Auftragsbücher und Forderungshefte unter dem Arm geklemmt, bekommen sie nun höchstens ein Glas Wasser aus dem Kran der Toilette im Bankgebäude. Aber keinen Kredit mehr.

Hallo Herr Ackermannund Kollegen in der Riege:

Wenn es keine Unternehmen mehr gibt, die Geld erwirtschaften, dann habt ihr auch nix mehr womit ihr arbeiten könnt. Globalisierung fängt nicht in Timbuktu an, sondern im Dorf um die Ecke, wo ein Unternehmer gerade wieder abgeschmettert wird, damit euer Jahresziel nicht ganz so beschissen ausfällt.

Schönes WE,

Gemaux





8 12 2008

Menschenblog

Der Gemaux fuhr heute so am Rhein entlang. Und zwar nicht auf der Strasse, sondern (als Krankheitsvertretung) als Probennehmer für Staubmessungen.  Dies ist eine Tätigkeit die dem Gemaux in seiner Hauptfunktion als Hausmann und Vater einer mittlerweile 2,5 jährigen Haussirene nicht zuviel abverlangt.

Man könnte auch einen dressierten Affen diese Tätigkeit ausüben lassen. Ein weiterer positiver Effekt ist die Tatsache, dass man mal raus kommt. Sonst sitzt der Gemaux ja nur in Gebäuden vor fremden Menschen und redet wirres Zeug um Dienstleistungen und Produkte an den Mann, die Frau, egal was  zu bringen. So sitzt der Gemaux hinter dem Steuer eines Kleintransporters und fährt stumpf die Orte an und ab an denen die Messpunkte sind.

Unter anderem am Rhein in Duisburg. Und wie der Gemaux so dahintuckert auf dem Weg zum nächsten Messpunkt, sieht er in der Ferne schon zwei Pärchen stehen. Im Partnerlook. In Jack Wolfskin. Weil nur Jack Wolfskin derartig abartige Farbkombinationen für ihre Windbreakerallwetterjacken produzieren kann. Der Gemaux kennt diese Klientel. Und geht vorsorglich schon mal vom Gas um von 40kmh auf 25 kmh herunter zu kommen. Gottseidank ist der Weg auf dem Deich breit genug, damit sogar zwei 40 Tonner nebeneinander darauf fahren könnten.

Der Gemaux setzt also zum Bogen an und will schon freundlich grüssen, weil er ja nicht einem neutralen Fahrzeug sitzt. Weil man sich gemeinsam unter einer Autobahn befindet, bzw. unter dem Brückenbogen, hört der Gemaux ein geschrieenes „FAHR DOCH NOCH SCHNELLER!“.

Huch, da muss der Tacho wohl kaputt sein. Denn Gemaux fährt nur 20 und hat einen grossen Bogen um dieses Schnarchquartett gemacht. Trotzdem eskaliert diese Blitzbirne. Gemaux hält an. Atmet einmal tief durch.

Steigt aus.

Damit hat das Männchen anscheinend nicht gerechnet, denn er schiebt sich hinter seinen Hund. Liebes Tier. Wedelt artig mit dem Schwanz, nachdem es an der Handinnenfläche von Gemaux gerochen hat.

Gemaux stellt sich vor das Männchen in seiner rotgelben JackWolfskin-Jacke und schaut ihm tief in seine Augen. Für den Moment ist alles still und Gemaux fragt:“haben sie Radarimplantate in ihren Augen? wenn nichtdann bin ich wahrscheinlich wirklich nur dei angezeigten 25kmh gefahren, die mein Tacho mir vermittelte.“

Der Gemaux dreht sich herum und lässt diesen Idioten mit seiner Miniplidauerbewellten Uschi stehen.

In Gedanken hat der Gemaux mit der Faust ausgeholt und sie diesem Einzeller mitten in die beschnurbarte Fresse gedrückt. Aber Gewalt ist keine Lösung.

Nun wäre das alles nicht so schlimm, wenn nicht mittlerweile für den Gemaux fest stehen würde, dass alle….wirklich und sämtlich alle Nutzer der Produkte von den inflationär in den Innenstädten spriessenden „Wannabe-Outdoor-Läden“ verstockte Arschlöcher sind. Die alle nicht rund laufen. Für die es das Grösste zu sein scheint, sich auch noch dieselbe Jacke wie der Partner zu kaufen. Unisex bedeutet No-Sex anymore. Oder nur im Dunkeln unter der Bettdecke. Die erste Stufe vor der Golfclubmitgliedschaft.

Diese Flachpfeife steht auf derselben evolutionären Stufe wie Politessen, die Kontrolleure von Contipark und die Rentner die gerne in ihrer Freizeit sich als Hobbypolitessen verdingen.

Just so einer kam dem Gemaux auch mal unter. Einen Monat zuvor. Ein altes Männchen hinter seinem Opellenkrad schrieb eifrig das Nummernschild des Leihwagens von Gemaux auf, während der aus dem Gebüsch gepoltert kam mit einem Messbecher und den zugehörigen Gerätschaften unterm Arm. Als das Hutzelmännchen sah, was der Gemaux da machte und weswegen er dort parkte, wo er parkte, wurde er sich seiner Tat bewusst. Nachdem der Gemaux die Utensilien im Wagen verstaute, ging er zu dem Wagen dieser Sozialniete  und fragte höflich ob es ein Problem gäbe, bei dem Gemaux helfen könnte. Vielleicht haben die geballten Fäuste oder der leicht angesäuerte Gesichtsausdruck dafür gesorgt, dass diese kleine alte Nulpe errötend alles verneinte udn die Seite aus seinem Notizbüchlein heruas riss. Gemaux weiss es nicht.Aber raten Sie mal, was für eine Jacke auf dem Beifahrersitz lag.

In seinen Träumen geht der Gemaux nun nackend und irre lachend durch die FuZo schnurstracks in einen Laden dieser Modemarke für Sozialversager und Vollspiesserund schlägt mit seiner guten alten Axt ordentlich auf alles und jeden ein……

Schönen Wochenanfang und mögen Sie keinem in einer JackWolfskin-Jacke begegnen.