Sperrende Sperre

20 06 2009

Selten war eine Bundestagswahl so ereignisreich wie diese 09′er Wahl.

Während die hängewangige Bundeskanzlerin sich zum bevorstehenden Grundgesetzartikelbruch selten bis nie äussert (wen wunderts, sagte sie ja bisher zu wirklich wichtigen Themen auch nur Schwammiges und Unverständliches) fährt der hochtoupierte schnelle Brüter der Nation auf Volllast den Meinungsfreiheitswagen D gegen die Wand und springt vorher irre lachend aus der Karre. Immer begleitet von dem Roller-Big Brother- Schäuble, der eine Party nach der anderen feiert, weil ihm die Familienministerin die Arbeit abnimmt.

Doch seltsam.

Das betroffene Volk an sich wehrt sich. Erst eine Petition gegen die Internetsperren. Unverstänndnis macht sich in der Politikführung breit. Wie…die Schafe können lesen-denken-verstehen? Dabei hat man die Bildung doch schon auf ein Mindestmaß zurückgefahren und selbst die UniversitätenEU-gerecht zu Koranschulen degradiert, in denen das Auswendiglernen sehr gross und eigenständiges Denken sehr klein geschrieben wird. Nun mucken die Grasfresser knapp über der politsch wahrgenommenen Erdkrume doch auf.

Seltsame Tage in der Republik.

Wieso ziehen die Argumente „Rente sicher und nicht abhängig vom Lohnniveau“ nur noch bedingt. Die ganzen Pädohil-Symphatisanten (Originalton des von und weg Guttenberg) ,die diese Petition unterzeichnet haben sind doch eigentlich die, von denen wir Politiker imemr dachten, dass sie sämtliche populistische Nahrungsergänzungsmittel schlucken -ohne mucken- würden

Aber auf einmal Widerstand. Es ist die zukünftige Generation, diro Herrschaften in grauen Haaren und mit viel zu hohem Salär. Bei unserer Zensursula zeigt sich deutlich, dass Dame von Dämlichkeit stammt. Halb Deutschland lacht mittlerweile über sie. Falsch, nicht halb Deutschland. Sondern die Deutschen, die weit ab von Bild und RTL ihr geistiges Dasein fristen.

Denen Fernsehen mittlerweile am Arsch und die Springermedienauswürfe noch weiter vorbei gehen. Weil Internet schneller, besser, informativer ist.

Die Generation online.

Findet sich nicht ein findiger Hacker, der mal eben diesen Link zum Bundestag der CDU auf die Hauptseite der etablierten Parteien verpacken kann?

Und gleich dieses Video dazu

..

Gemaux findet, dass das ein grosser Streich von Frau von der Laienhaftigkeit war. Löschen statt Sperren, wär die Lösung. Dumm nur, dass in ihrer direkten Verwandtschaft ein Mitglied mit Onlineglücksspiel Geld macht. Eine Löschung würde für innerfamiliären Unmut sorgen also lieber eine hanebüchene Sperre die von jedem halbwegs begabten dressiertem Affen umgangen werden kann. (Anleitungen verlinkt google gerne)

Auch, dass sie bei der betreffenden Sitzung zu ihrem Gesetz nicht anwesend war- findet der Gemaux- zeigt deutlich, was sie und die anderen Politiker der etablierten Parteien sämtlicher Färbung von der Meinung ihrer Wähler halten. Nichts bis noch weniger.

Herausragend machte sich auf der Sitzung der Herr Tauss, ehemals SPD, nun fraktionsloses MdB. Nachdem der Versuch, ihm aus seiner Tätigkeit einen Strick zu drehen,  scheiterte wirft er die Brocken bei den roten Socken hin und bietet sich den Piraten an.

Die sind, wie Gemaux schon bei der Europawahl fand, eine gelungene Alternative zu dem ganzen anderen Müll der sich entweder nationalistisch, marxistisch, oder ökologisch, oder liberal gibt. Eine Unterschied zwischen CDU/CSU und SPD kann man eh nicht mehr bemerken. Jedenfalls keinen grundlegenden.

Deswegen sagt Gemaux ab jetzt ideologisch good-bye Grüne/SPD und hello zu den Piraten.

Das WallStreetJournal nannte Deutschland nun schon in einer Linie mit China, Iran in sachen Internetüberwachung. Gratulation dazu. Demnächst also alle wieder uniformiert und Liedchen trällernd mit Stiefel durch die Straßen marschieren.

Hier die wichtigen Links

Tauss

Piratenpartei

WallStreetJournal

Schönes Wochende und gewöhnen Sie sich doch schon mal daran, demnächst Besuch vom BKA zu bekommen, wenn Sie durch Zufall auf einen gesperrten Link gelangen, obwohl Sie nur ein Rezept für schnöden Pfannkuchen suchten. Die Herren trinken gerne Kaffee und freuen sich jetzt schon diebisch (kleiner Wortflachwitz) über die Mehrarbeit bei gleichem Lohn.

Gemaux





Ein ganz normaler Tag im Leben des Gemaux..

15 06 2009

Freitag war frei.

Ein Brückentag wie ihn hunderttausende Deutsche begehen, weil Happy Kadaver-Day (denglisch für Fronleichnam) immer auf einen Donnerstag fällt. Also nahm Gemauxens Weib sich auch frei um in den Genuss von vollen 4 Tagen Familie zu gelangen. Solche Tage muss man verplanen. Gerade mit einem fast 3jährigen Kind. Donnerstag nachmittag erstmal ins Sea-Life nach Oberhausen. Wer schon mal da war, weiss, dass man IMMER warten muss. 15 gehn raus, 15 gehn rein. Der Rest darf draussen warten. „Ab hier noch 90 Minuten Wartezeit“-Schilder steigern die Geduld des Gemaux nicht gerade. Auch der Würstchenstand, der just beim Aufschlagen der Gemauxschen Bagage in Luft auflöste sorgte nicht für Stimmungserheiterung. Ist ihnen auch schon aufgefallen, dass viele überhaupt keine Rücksicht mehr auf „persönlicher Bereich“ etc. nehmen? Wenn ich irgendwo anstehe, will Gemaux seine Unterarmlänge Freiraum haben. Gemaux will nicht kuscheln. Schon garnicht mit wildfremden Patchworkpäarchen aus Köln, die mit 4 Kindern anrollen.

Endlich angekommen, offenbarte sich dem Gemaux der absolut  wichtigste Aspekt der georderten RuhrTop-Card. Wenn Gemaux für den Besuch dieser Fischfabrik auch noch den veranschlagten Erw.-Preis von 15,50 Ocken hätte zahlen müssen, um in dem Gewölbe dann wie Klistierflüssigkeit zum Ausgang gepresst zu werden, hätte der GEmaux entweder eine improvisierte Angel ausgeworfen oder mit ausgefahrenen Ellbogen die Regale im anschliessenden Souvenirshop-Irrgarten (man MUSS an jedem Regal vorbei, will man nach draussen) abgeräumt.

Der anschliessende Freitag begann moderat. Morgens noch einkaufen. Nachmittags nach Münster zum Päarchenabend. Münsteraner an sich und dieser im Speziellen sind knöchern. Um es diplomatisch auszudrücken. Ab 3 Bierchen taut unser Gemauxbekannter dann aber auf und lässt auch das imaginäre Hosenträgerschnacken. Die beiden haben sich ein schönes Häuschen für 350 Mille gegönnt mit stylischer Fensterfront (mittlerweile verjalousiert- der Aquariumfaktor wurde zu gross).

Sobald der Gemaux ihm jedesmal mitteilt wie toll sein Haus ist, darf der Gemaux auch mal Aufmerksamkeit ernten und wird voll akzeptiert. Trotz der Tatsache, dass Gemaux die Kindererziehung übernommen hat und irgendwie nicht in Vergleichsrechnungen mit einbezogen werden kann (Mein Haus-30Jahre Finanzierung-mein Auto-Opelfirmenwagen, Stressjob,etc….was hat er…Haus-frisch restauriert, Auto-Neuwagen bar bezahlt, Hausmann…).

So herrscht die klassische Rollenverteilung, wenn sich Päarchen im Sommer mit Kindern treffen. Die Männer gehen flink nach dem Kaffee zum Bier über, werfen den Grill an und passen auf den Nachwuchs auf, der das frisch installierte Klettergerüst auf Herz und Nieren testet. Aus den Augenwinkeln nimmt der Gemaux noch den Freiflug seiner Tochter war, bevor sie auf dem Rasen aufschlägt. Sie hält sich den Arm. Ein Stossgebet zum Himmel, dass es bitte nur eine Prellung sein soll. Leider bestätigt sich Gemauxs Vermutung, dass er im ersten Leben eine führende Rolle zu einer Zeit hatte die mit erhobenen rechten Armen und vielen anderen Schrecklichkeiten zu tun gehabt haben musste. Mieses Karma. Die Frauen karren das Töchterchen ins Münsteraner Krankenhaus und die Männer stehn ziemlich ratlos am erkaltenden Grill und mümmeln Bulgursalat.

NAch zwei Stunden eine SMS….Glück gehabt, der Bruch muss nicht operiert werden. Als die Weiblichkeiten wieder eintreffen wird Speedgrillen veranstaltet und dann ab nah Hause. Das frisch installierte Navi wählt als schnellste Route ausgerechent den Weg quer durch Münster. Kurz nach hinten auf die jängelnde Tochter geschaut udn dabei nicht nicht die rot werdende Ampel bemerkt und schon gabs auch noch ein hübsches Abschiedsfoto der Stadt Münster.

Tolles Wochenende, da wünscht man sich den Montag herbei.

Schöneren Wochenanfang wünscht

Gemaux