Weibchen, Emanzen, Frauen

24 02 2009

Der Gemaux ist seit seinem Aufschlag auf WordPress ziemlich Statistikgeil geworden. Und als angesagter Beitrag ploppte dort folgende Seite auf

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Kurzfassung: Die christlich angehauchte und verehelichte Verfasserin dieses Posttags hält sich sonst allgemein mit der für Weibchen typischen Beschäftigung der Handarbeit auf. Wie der Name des Blogs unschwer vermuten lässt. Nebenher kümmert sie sich um die Aufzucht der vom Ehemann anscheinend vernachlässigten Brut. Dieses bringt sie zum Greinen und Wehklagen. Was gleichgesinnte Flachköpfe direkt zur kommentierenden Anteilnahme treibt.

Nun ist ihr Gatte, als angestellter Küster, wirklich nicht der Goldigste. Anstatt seinem Weibchen zur Hand zu gehen, wenn diese anscheinend stark damit überfordert ist, den kränkelnden Nachwuchs richtig zu versorgen, legt sich der stark gestresste Kirchenkerzenanzünder lieber erst einmal hin. Sie dagegen sucht Hilfe bei der besten Freundin. Anstatt Naheliegendes zu tun.

Nämlich bei dem bekannten Symptom des Pseudokrupps einen Arzt oder an Wochenenden direkt das Krankenhaus zur Linderung der Leiden des Kleinen aufzusuchen, probiert sie erst einmal allerhand Hausmittelchen und Gottvertrauen. Bis es dem Kleinen dann wohl doch sehr schlecht geht und sie der Wissenschaft den Vortritt lässt. Soweit – so DRAMA, BABY!

Da steht unsere kleine graue Kirchenmaus aufgelöst und hilflos in der Welt herum und schafft es noch nicht einmal ihren gottversprochenen Gatten aus dem Bett zu treten und ihm wenigstens Kohle aus dem Portemonnaie fürs Taxi zum Krankenhaus zu ziehen.

Und hat nach der ganzen Aufregung auch nichts Besseres …Verzeihung, Sinnvolleres zu tun als erst einmal einen Wimmerblogbeitrag aufzumachen.

Das mag daran liegen, dass sie allem Augenschein nach ein Weibchen ist. Auch die nachfolgenden Kommentare sind eher in der Kategorie weichgespült und merkbefreit anzusiedeln.

Der Gemaux steht ja seit jeher auf dem Standpunkt, dass jeder das bekommt, was er verdient. Auch und gerade wenn es um die Partnerwahl geht. Der Gemaux kennt keine einzige Frau, die so etwas mit sich hätte machen lassen. Gut, der Gemaux kennt auch keinen Mann, der so etwas vollzogen hätte. Egal wie hart die Party vorher war. Wenn der Nachwuchs krank ist, dann steht ein Mann als Erster an der Tür und hat das Balg abreisefertig gemacht.

Wie sie erkennen können, meint der Gemaux dies nicht auf die rein biologische Geschlechtsklassifizierung bezogen. Sondern eher…psychologisch.

Beim Lesen des Beitrags kam dem Gemaux eine Anekdote aus seiner Zeit während des Studiums in den Sinn. Der Gemaux war zu diesem Zeitpunkt und zum Zwecke des Nebenerwerbs eine reinrassige Thekenschlampe. Als eingespieltes Team mit einem Koreaner und einem Türken versorgten die drei Musketiere der Zapfanlage in den Anfangszeiten am Wochenende die abendlichen Gäste des ersten Cafe Extrablatts am Europabrunnen in Dortmund.

Während der Gemaux so seine Biere fertigstellt setzen sich 5 Wesen weiblichen Geschlechts an die Theke. Wohl in Ermangelung eines geeigneten Tischplatzes, denn Frauen setzen sich höchst selten an die Theke. Nur so am Rande bemerkt. Kaum saßen sie und waren mit ihren Getränken versorgt, ging das Lamentieren auch schon los. Und zwar über die vom Schicksal zugewiesenen Lebensabschnittsgefährten. Innerlich verdrehte der Gemaux die Augen, äußerlich bekam er Blumenkohlohren. Fröhlich weiter zapfend verfolgte er die Gespräche der augenscheinlich mit Ausgang bedachten Östrogenriege.

Wie schlimm der eine im Bett wäre…

Wie nachlässig der andere im Umgang mit ihr wäre…

Wie schlunzig der Nächste zu Hause wäre…

Wie faul der Weitere im Haushalt wäre…

Die Weiblichkeiten waren also schon länger mit ihren Gatten zusammen und auch der erste rosarote Lack schien schon vor langer Zeit abgeblättert zu sein.

Nach ca. 1 Stunde Lästerei (und glauben sie dem Gemaux, Frauen lästern haarsträubender über ihre Kerle als Männer das je über ihre Frauen tun würden (weil es ein Eingeständnis einer Nietenziehung wäre-was absolut nicht geht)) platzte dem Gemaux die Hutschnur. Er beugte sich über die Theke und sagte:

„Verzeihung, Mädels, aber ich höre jetzt seit einer Stunde mit und ich habe immer noch nicht herausgefunden, warum ihr alle noch mit solchen Drecksäcken zusammen seid, wenn die Kerle so dermaßen Scheiße sind…“

Sprach’s und rechnete mit einer Verteidigungstirade seitens der Weibchen.

Aber außer betretenes Schweigen und errötendes auf-den-Boden-Stieren kam keine Reaktion. Sollten sie alle einen hellen Moment erhalten haben?

In Zeiten von Men’s Health und tausender anderer Ratgeberzeitschriften in Brigitte-Format für den Mann wundert es den Gemaux, dass anscheinend immer noch viele Exemplare der Gattung Homo sapiens Schlunz durch die Gegend wanken. Und das diese es anscheinend immer noch schaffen, sich weiter zu vermehren. Und das es immer noch passende biologische Gegenstücke dazu gibt. Nämlich Weibchen.

Die weitere Form von Weibchen wäre die Emanze. Eine meist adipöse und von Mutter Natur vergessene weibliche Form des Homo sapiens. Sie entwickelt sich entweder aus dem Weibchen, welches einen lichten Moment über das eigene traurige Dasein hatte oder hatte von vornherein noch nie viel Kontakt zu den hervorstechenderen Mitgliedern der männlichen Gesellschaft.

Die Endstufe, nämlich das Dasein als Frau, ist den meisten nur durch Geburt und Erziehung möglich. Denn Frauen erkennen einen männlichen Versager meist auf hundert Meter und wissen vorher schon, was sie wollen und erwarten dürfen. Und viel besser, sie können sich durchsetzen und kommen gar nicht erst in die Verlegenheit sich darüber beklagen zu müssen, wie schlimm der Typ ist, mit dem sie ihr Leben verbringen.

Sie machen sich gar keinen Kopf darüber, was der Mann alles an Eigenschaften haben muss, sondern bekommen meist nur Männer ab. Keine Porsche-Peter oder Diskutier-Detlefs.

Selber Schuld, schreit der Gemaux diesem christlichen Weibchen als Fazit entgegen. Davon steht natürlich nichts in der Bibel. Aber bei Darwin. Nennt sich Evolutionspsychologie und –Biologie.

Schönen Trennungsstreß,

Ihr Gemaux






Immer die Falschen…

20 01 2009

Der Gemaux ist ja an sich nicht so an Gossip interessiert. Die kleinen Alltagswunderlichkeiten, oder menschliche Gewohnheiten fallen meist nicht durch den Aufmerksamkeitsfokusfilter des Gemaux. Sondern ihm auf. Aber eine Meldung hat den Gemaux doch dann etwas niedergeschlagen werden lassen.

Des Gemauxs liebster Autor aus dem Inselreich hat Alzheimer. Terry Pratchett hat eine- nach eigener Aussage – seltene Form dieses Demenzverlaufs. Generell zählt für den Gemaux, dass alle Sachen, die einen irgendwann zu einem sabbernden Lappen mutieren lassen, zu den haarsträubensten Gedanken. Leider ist der Herr Pratchett mit einer (wie Gemaux findet) ausserordentlichen Schreibbegabung gesegnet. Dass ihm nun ausgerechnet diese Krankheit dazwischen funken will ist schon ein starkes Stück.

Nun glaubt der Gemaux nicht an Gott. Zumindest nicht an den von Rom propagierten.Denn während Katholiban und andere monotheistisch Verwirrte aufeinander eindreschen im Namen des Glaubens und grenzdebile Flachköpfe standhaft die wissenschaftlich belegten Erkenntnisse der Evolution verneinen, trifft es meist Menschen, die dem persönlichen Umfeld des Gemaux wichtig sind, oder halt für die geistige Erbauung sorgen.Und die seltsamer Weise nie dafür verantwortlich waren/sind, dass dem Umfeld etwas Böses zugefügt wird. Wie Terry Pratchett. Oder des Gemauxens Frau. Das soll dann so etwas wie göttlicher Wille sein. Der Mann muss ja ein Sünder erster Güte gewesen sein.

Wenn man alleine auf die Top-Posts hier bei WordPress schaut wimmelt es von gläubigenIntelligenzallergikern. Für den Beschuss von ein paar umgebauten Silvesterraketen werden im nahen Osten gern mal komplette Stadtteile zusammen gebombt. Bei der -nachdem nun endlich ein Waffenstillstand ausgeknobelt wurde- nun fast sicheren Statistik von 1000 Toten und fast 5000 Verletzten, darf alleine rein rechnerisch die Hamas oder Hisbollah noch weiter 10 Jahre ihre unsteuerbaren Böller aus ihren unterversorgten Reservaten auf die okkupierten und durch Nachkriegsmitleid ergaunerten Gebiete der Israelis losjagen. Wenn es nach dem jüdischem und muslimischen Grundsatz „Auge um Auge-Zahn um Zahn “ geht. Wenn man sachlich bleibt ist das alles ein grober Scheiss. Sowohl von der Seite mit Davidsstern als auch von der mit dem Halbmond. Denn auch hier trifft es IMMER die Falschen.

Kommen wir zurück zum wirklich interessanten Thema. Zu Alzheimer und den Erfinder der Scheibenwelt.

Der Gemaux wünscht dem Autor nicht alles Gute. Das haben bestimmt schon zig Tausende erledigt. Der Gemaux wünscht sich aus purem Egoismus weiter Bücher solange die graue Gallertmasse noch halbwegs intakt bleibt. Also Terry, dranbleiben. Der Gemaux liest nämlich mittlerweile schon zum dritten Mal alle Bücher von Dir durch.

Schöne Woche,

Gemaux